Westallgäu
Schritt in Richtung schnelles Internet

Standortmanagerin Andrea Schneider spricht von einem «wichtigen Schritt» in Richtung schnelles Internet. Die Wirtschafts- und Standortentwicklungsleitstelle (WEST) hat eine Machbarkeitsstudie für eine flächendeckende Breitbandversorgung aller 13 Westallgäuer Gemeinden einschließlich Oberstaufen in Auftrag gegeben. Ergebnisse sollen in etwa einem halben Jahr vorliegen.

Nach wie vor Mangelware

Schnelle Internetverbindungen werden angesichts rapide steigender Datenmengen heute nicht nur von Unternehmen erwartet. In ländlichen Regionen sind sie aber nach wie vor Mangelware. Entsprechende Lücken hat nicht zuletzt eine Bedarfsermittlung der WEST ergeben. Wie sie geschlossen werden könnten, soll eine Machbarkeitsstudie ergeben, die die «Netzwerkmanufaktur München» erstellen soll. Bis in einem halben Jahr sollen die Ergebnisse vorliegen.

Die Studie erfordert umfangreiche Arbeiten, schildert Andrea Schneider. Sie beinhaltet eine Bestandsaufnahme: Wo liegen Rohre und Trassen? Wo gibt es Funkstandorte? Wie sind die Verteilkästen bestückt? Auch um die Kenntnis über Eigentumsverhältnisse geht es. «Zum Beispiel wissen wir, dass durch die Gemeinde Stiefenhofen ein Glasfaserkabel führt.

Aber nicht, was getan werden kann, damit der Ort davon profitiert», erklärt Andrea Schneider. Das Planungsbüro wird alle verfügbaren Daten zusammentragen. Es wird auch vor Ort in den 13 Gemeinden Besichtigungen machen und den technischen Ausstattungsgrad, Trassenverläufe und Leitungskapazitäten feststellen.

Die Informationen fließen in ein Konzept, wie die Versorgung mit schnellem Internet verbessert werden könnte. Das Konzept beschreibt, wo und in welcher Weise nachgerüstet werden könnte, was es kosten würde und welche Technik sich kostengünstig nutzen ließe.

Die Studie kostet 38000 Euro (netto). Dafür und für den Ausbau des Breitbandnetzes gibt es Zuschüsse. Kürzlich wurde der Fördersatz auf 70 Prozent erhöht. Ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinden wird sich gleichwohl kaum etwas bewegen, vermutet Andrea Schneider. Zumindest führten alle bisherigen Versuche der WEST, einen Telekommunikationsbetreiber zu finden, der nicht ausreichend versorgte Gebiete auf eigene Rechnung ausbaut, nicht zum Ziel.

Als ungenügend versorgt gelten Gebiete mit Übertragungsraten von unter einem Megabit pro Sekunde. Als Standard angestrebt werden ein bis drei Megabit pro Sekunde im privaten Bereich. Der schnelle Austausch großer Datenmengen und die flüssige Kommunikation via Internet und E-Mail spart Zeit und Kosten, sowohl für Firmen wie für private Nutzer.

Ein Breitbandanschluss mit hohen Übertragungsraten bietet sowohl für bestehende Unternehmen Standortvorteile, als auch bessere Voraussetzung für die Neuansiedlung von Firmen. Beides sind Aufgabengebiete der WEST.

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