Hirschegg / Kleinwalsertal
Schon 1894 war klar, dass man bei der Rinderzucht zusammenstehen muss

Eine Viehschau auf dem traditionsreichen «Dürenboden» in Hirschegg stand im Mittelpunkt der 30-Jahrfeier des Viehzüchtervereins Kleinwalsertal. Das Gründungsjahr 1979 markiert indes keineswegs den Beginn der organisierten Viehzucht im Kleinwalsertal.

Zu Recht verweist Chronist Stefan Heim darauf, dass das Datum als «zweiter Neubeginn» der Walser Viehzüchter angesehen werden müsse. Die Walser Bauern hätten nämlich schon vor mehr als 100 Jahren begriffen, dass sich nur über eine gezielte Rinderzucht eine höhere Milchleistung sowie eine bessere Fleischqualität zu erzielen sei, was wiederum zu einem höheren Verdienst führe. Deshalb schlossen sich zwölf weitsichtige Viehzüchter der Gemeinde Mittelberg schon 1894 zu einer Viehzuchtgenossenschaft zusammen. Es war die Nummer fünf in ganz Vorarlberg zusammen.

Obmann Gedeon Hermann Fritz, Daniel Heim und Franz Fritz aus Mittelberg sowie Josef Maierhofer und David Berchtold aus Hirschegg bildeten damals die erste Vorstandschaft. Zehn Jahre nach der Gründung umfasste die bäuerliche Gemeinschaft bereits 34 Mitglieder. 1926 gründeten auch 15 Rinderzüchter unter Führung von Kaspar Felder einen Viehzuchtverein. Ein Jahr darauf entstand auch in Hirschegg ein Verein mit 19 Bauern, geführt von Jodok Felder.

Bis zum Beginn des modernen Tourismus-Zeitalters bildete die Landwirtschaft die Lebensgrundlage der Walser. Weil durch die Strukturveränderungen aber neue Strategien für die Landwirtschaft notwendig waren, vereinigten sich vor 30 Jahren alle drei Gemeinschaften zum neuen Viehzuchtverein Kleinwalsertal. 29 Mitglieder gehören ihm mittlerweile nur noch an.

Auf dem Dürenboden wurden jetzt die besten Zuchttiere prämiert. Mehr als 120 Tiere waren aufgeboten. Vereins-Obmann Wolfgang Ott begrüßte dazu als Beobachter auch den Vorsitzenden des Vorarlberger Braunviehzuchtverbands, Richard Lins. Ausstellungs-Gesamtsiegerin wurde die Kuh «Fröhlich» von Oskar Feuerstein. Das Tier war schon vorjährige Vorarlberger Landessiegerin gewesen. Mit seiner sechsjährigen Milchkuh «Dachs» stellte Obmann Ott heuer die Siegerin in der Klasse «Dauerleistungskühe».

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