Seeg
«Schöne Tradition» mit Volksmusik

«Es wird zur schönen Tradition in Seeg», freute sich Pfarrer Alois Linder mit Hunderten von Gästen in der voll besetzten Pfarrkirche, «dass unser festlich begangenes Erntedankfest mit einem Volksmusikkonzert ausklingt». Die Seeger Strielar organisierten die Benefizveranstaltung und die Seeger Saitenmusik lud befreundete Gruppen ein, die im «Raum des Jubels» in den Dank an Gottes Schöpfung einstimmten.

Von der Empore erklangen Choräle des jungen Bläserensembles der Harmoniemusik Seeg und im prächtigen Chorraum spielten und sangen die Musiker. In seinen Gedanken und mit kurzen Allgäuer Versen ging der Dichter und Heimatforscher Jochen König auf die Zeit des Dankens für die Gaben ein. Und auch auf das Teilen, das Menschen innerlich reich macht.

Immer ausgefeilter

In diesem Sommer feierte die Seeger Saitenmusik ihr 20-jähriges Bestehen. Jahre, in denen das Zusammenspiel immer ausgefeilter wurde. Zu Antonie Rinderle an Hackbrett und Zither, Lissi Angerer (Hackbrett) und Werner Schmid (Gitarre) war vor einigen Jahren der Sonthofener Vollblutmusiker Hartmut Brandt (Raffele und Bass) gekommen. Nach bester Stubenmusik bekam man von ihnen zum Ausklang die träumerische «Mondnacht» der Gebrüder Götz zu hören.

Für den Pfrontener Hannes Hitzelberger und den Schwangauer Alex Sauerwein liegen 20 Jahre als Gitarrenduo - die Ziach nicht zu vergessen - längst zurück. Für die Zuhörer war es ein Glücksfall, dass die Zwei, die miteinander musizieren, seit sie das Instrument halten können, für den Abend zu gewinnen waren. Ihre Staden und Schnellen, Almerisches, Landler und Menuettl harmonierten besonders schön mit den Allgäuer Weisen und Jodlern des Gesangsduos Böck aus Weißensee.

Spenden für die «stille Hilfe»

Die Lauterbacher Sängerinnen, ein feiner Dreigesang aus dem Schwäbischen, regten mit Liedern unserer Zeit zur Besinnung an.

Ganz in diesem Sinn sprach Florian Paulsteiner für die Strielar am Ende des Festabends die «stille Hilfe Allgäu» als Spendenempfänger an - den Allgäuer Hilfsfonds für Menschen in der Region, die unbürokratische und schnelle Hilfe brauchen.

Von den meisten Besuchern unbemerkt blieb ein tragisches Ereignis während des Konzertes: Ein 94-jähriger Mann war ohnmächtig geworden und musste vor der Kirche medizinisch versorgt werden. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät.

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