Allgäu
Schön mit Milch - von innen und außen

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Die Milch machts für viele Bauern nicht mehr - zumindest finanziell. Der niedrige Milchpreis sorgt für eine katastrophale wirtschaftliche Lage auf vielen Höfen. In dieser Situation wollen die Landwirtschaftsämter der Region und der Verein «Regio Allgäu» die Bauern unterstützen und initiierten die Allgäuer Herbstmilchwochen. Diese Image-Werbung für die Milch soll vor allem Verbrauchern deutlich machen, welche hochwertigen Lebensmittel Landwirte produzieren. Die ersten Veranstaltungen der zwölfwöchigen, regionalen Reihe stehen heute im Kreis Lindau auf dem Programm.

Pflugdorf/Kaufbeuren l dec l Schon die berühmte ägyptische Pharaonin Kleopatra hat vor über 2000 Jahren in Milch gebadet. So besagt es jedenfalls die historische Überlieferung. Und noch heute spielt das weiße Nahrungsmittel eine vielfältige Rolle bei der Hautpflege - zum Beispiel in Kosmetikstudios oder auch zuhause (siehe Infokasten). «Milch und Milchprodukte können äußerlich angewendet wertvolle Schönheitsdienste leisten», weiß Heidrun Ruff. Die diplomierte Chemikerin aus Pflugdorf (Kreis Landsberg) gibt Kurse und hält Vorträge zum Thema Naturkosmetik unter anderem an der Volkshochschule Kaufbeuren.

«Besonders günstig wirkt Milchkosmetik bei trockener und empfindlicher Haut, da sie Reizungen rasch abklingen lässt und die Regeneration der Zellen anregt», erklärt die Lebensmittelchemikerin, «Die pflegende Wirkung der Milch beruht zum Großteil darauf, dass sie eine Emulsion ist.» Ihr wässriger Anteil sei fein mit Fett durchsetzt. Deshalb sei Milch eine gute Feuchtigkeitslotion. Zudem versorge sie die Haut mit Calcium, Eiweiß und Lecithin. Der weichmachende Effekt der Milch beruhe auf den enthaltenen Aminosäuren, die einer starken Verhornung der Haut vorbeugen. Die Kohlenhydrate der Milch werden mithilfe von Bakterien teilweise in Milchsäure verwandelt, die den Säureschutzmantel der Haut aufrechterhält.

Am besten ist, Milch zu trinken

«Die beste Kosmetik mit Milch aber ist, täglich ein Glas davon zu trinken», sagt Heidrun Ruff. Denn generell komme wahre Schönheit von innen und sei das Resultat einer insgesamt gesunden Lebensweise und positiven Lebenseinstellung. Nur, wer unter einer Milchunverträglichkeit leidet, der sollte bei seiner gesunden Ernährung auf dieses Lebensmittel verzichten. Sollte diese jedoch nur gegen Kuhmilch bestehen, gibt es laut der 44-Jährigen die Möglichkeit, auf andere Milchsorten auszuweichen.

Bei der Hautpflege gilt: Milch ist ein Produkt für alle Hauttypen. Und sie hat einen großen Vorteil. Kosmetik aus dem Nahrungsmittel kann einfach selbst hergestellt werden. Allerdings ist «Kosmetik aus frischer Milch, Joghurt, Molke, Quark und anderen Milchprodukten nur für den sofortigen Gebrauch geeignet», gibt Ruff zu bedenken.

Daher empfiehlt es sich, daraus Bäder, Packungen und Masken herzustellen und diese frisch zu verwenden.

«Die Rohstoffe sollten ebenfalls möglichst frisch sein», rät Ruff. Zur Produktion der eigenen Kosmetika seien dann keine besonderen Hygienevorschriften mehr zu beachten. Eine normal saubere Küche genüge vollkommen. Auch können problemlos herkömmliche Küchengeräte verwendet werden.

www.all-in.de/ herbstmilchwochen

www.herbstmilchwochen.de

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