Marktoberdorf / Ostallgäu
Schneller zum richtigen Angebot

Wie finde ich den passenden Buchführungskurs? Welche Volkshochschule bietet Schwedisch für den Urlaub an? Wie kann ich mit 30 Jahren den Quali nachholen? Das Angebot im Bildungsbereich ist sehr vielfältig - oft aber unübersichtlich. Dem soll ein neues Angebot entgegen steuern: Im Landratsamt Ostallgäu und bei der Volkshochschule Kaufbeuren arbeiten künftig Bildungsberater. Ihre Aufgabe: Lotsen spielen im Bereich der Angebote. Christiane Manthey (Landratsamt) und Jürgen Wendlinger (Kaufbeuren) bieten allen Interessierten eine persönliche Beratung und bauen bis Januar ein Internetportal auf, in dem die Angebote gebündelt werden.

Landrat Johann Fleschhut erinnerte daran, wie die Idee bei einer Tagung des Volkshochschulverbandes in Irsee entstand. Anliegen war es, ein benutzerfreundliches Konzept zu verwirklichen, das es ermöglicht, ohne großen Aufwand ein gesuchtes Bildungsangebot zu finden. Klar war dabei, dass dies für die Region nur in Zusammenarbeit zwischen der kreisfreien Stadt Kaufbeuren und dem Landkreis sinnvoll sei. «Der engere Schulterschluss ist hier aus Sicht der Bürger absolut zwingend», so Fleschhut.

Viele Träger sollen ins Boot

Anliegen war aber nicht nur die kommunale Vernetzung, sondern auch die trägerübergreifende Zusammenarbeit.

Neben den Volkshochschulen in Buchloe, Biessenhofen, Kaufbeuren, Marktoberdorf, Füssen und Obergünzburg mit ihren Außenstellen holte man beispielsweise auch die Bildungswerke der Wirtschaft und das katholische Kreisbildungswerk mit ins Boot. Abdecken will man jede Altersstufe von den Kindern bis zu den Senioren. Denn über die Schule hinaus sei heute lebenslanges Lernen nötig.

«Ich freue mich, dass wir das Megathema Bildung gemeinsam angehen», sagte Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse bei der Vorstellung des Projektes. Die Ausgaben für Schulen bestimmen schon lange die kommunalen Haushalte, erklärte er. Zunehmend bekomme nun die Erwachsenenbildung mehr lokale Bedeutung.

Auch wenn Kaufbeuren normalerweise nicht von der Leader-Förderung der EU profitieren könne, sei dieses Projekt nur in dieser Form sinnvoll, betonte Dr. Alois Kling als Leiter der Förderbehörde (Amt für Landwirtschaft in Kempten). Entscheidend sei gewesen, dass das Projekt den Menschen in der Region hilft. Das Vorhaben sei innovativ und nachhaltig. Kling zeigte sich überzeugt, dass das Projekt nach der dreijährigen Förderphase auch auf das gesamte Allgäu oder in noch größerem Rahmen ausgeweitet werden könne. Auch Fleschhut ist sich sicher, dass sich das Angebot in drei Jahren bewährt haben wird und fortgeführt wird.

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