Zustimmung
Schneller Beschluss

Erneut beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Planung für den Kindergarten, die Kinderkrippe und das Gemeindeamt. Hintergrund für die geschäftige Eile sei, dass für das Bauvorhaben aus verschiedenen Töpfen Fördermittel fließen können, erläuterte Bürgermeister Thomas Steinhauser. Diesmal erteilte das Gremium seinem Bauantrag einstimmig das Einvernehmen, damit der so zügig wie möglich der Genehmigungsbehörde vorgelegt werden kann.

Im Prinzip waren die Beratungen schon weitgehend abgeschlossen (wir berichteten). Demnach bleibt der Teil des Gebäudes in Nord-Süd-Richtung stehen, wird aber komplett umgebaut. Danach sollen im Erdgeschoss der Kindergarten und im Obergeschoss das Archiv eingerichtet werden. Der vordere Teil an der St.-Anna-Straße wird abgerissen und neu aufgebaut. Darin soll im Erdgeschoss die Kinderkrippe und im Obergeschoss das Gemeindeamt Platz finden. An der Straße wird auch der Haupteingang sein, während der Kindergarten dann über die St.-Johannes-Straße zu erreichen ist. Das Gremium diskutierte vor der Abstimmung noch Einwände anderer Architekten, war sich aber einig, die richtige Wahl getroffen zu haben. «Wir wollten ja schließlich keinen Palast bauen», meinte Steinhauser. Und mit der Kritik an der Optik des Gebäudes müsse man leben, erklärte Anton Stumpe: Der Gemeinderat habe nicht den Anspruch, es allen recht machen zu wollen.

«Den Eiffelturm wollten viele Leute damals auch nicht, aber er steht heute noch», sagte Hannes Bauch.

Ebenfalls einig war sich das Gremium darüber, die Hartenthaler Straße in Lauchdorf im Winter nicht zu räumen. Die Straße sei nämlich nur ein asphaltierter Wirtschaftsweg, so Steinhauser. Und nach dem Ortsausgang verlaufe sie zwar auf Baisweiler Flur, dann aber ein kurzes Stück auf Dirlewanger, ehe sie am Wald und vor allem an der Steige nach Hartenthal über Bad Wörishofener Flur gehe. Das Problem sei jedoch, dass Autofahrer von ihren Navigationsgeräten über die Straße gelotst werden und im Winter dann an der Steige feststecken, erklärte der Bürgermeister.

Das sei deren Sache, da es sich um einen landwirtschaftlichen Weg handele, waren sich die Gemeinderäte einig. Zumal eine Räumung der Steige wenig sinnvoll sei, da die Kurstadt dort nicht salze - und über geräumte Eisplatten könne auch niemand bergauf fahren, meinte Helmut Unglert. Der Zweite Bürgermeister schlug stattdessen ein Schild mit der Aufschrift «Kein Winterdienst» vor, was einstimmige Zustimmung fand. Wer dann immer noch im winterlichen Nirvana lande, sei selbst schuld. (fro)

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