Oberallgäu
Schnelle Datenautobahn erreicht bald das Land

Lange hat sich die Telekom nicht bewegt, um DSL-Anschlüsse auf dem flachen Land zu ermöglichen. Jetzt aber sehen auch die 20 von 28 Oberallgäuer Gemeinden, die bislang abseits des schnellen Breitband-Versorgungsnetzes liegen, Licht am Ende des Tunnels. Auch mit Hilfe eines Ingenieurbüros hofft der Kreischef der Oberallgäuer Bürgermeister, Anton Klotz, dass alle 20 Gemeinden gemeinsam in absehbarer Zukunft einen großen Schritt vorankommen.

Die Vorgeschichte: Vor etwa zwei Jahren hat der Bund angekündigt, dass bis 2010 möglichst alle Menschen mit dem leistungsfähigen DSL-Anschluss ins Internet versorgt sein sollen. Das Programm, das Bayern und der Bund dann aufgelegt haben, war laut Klotz für die Kommunen aber in den Ausführungsbestimmungen viel zu kompliziert. Der Bayerische Gemeindetag habe sich deshalb dafür eingesetzt, das Prozedere zu vereinfachen. Zudem habe sich die Telekom geweigert, Angebote abzugeben, trotz des hohen politischen Drucks.

Die Gegenwart: Die Telekom hat ihre Haltung nun geändert, auch wegen der Marktnachfrage, weil viele Gemeinden lieber mit dem Marktführer zusammenarbeiten als mit anderen Anbietern. Außerdem verlegt die Telekom als einzige Firma Glasfaserkabel, die laut Klotz die einzige zukunftsfähige Lösung darstellten.

Die 20 Oberallgäuer Gemeinden schlossen sich zusammen, um gemeinsam das Ingenieurbüro Corwese mit einer flächendeckenden Bestandsaufnahme zu beauftragen und an einem Strang ziehend die Realisierung zu erreichen.

Die Zukunft: Anton Klotz ist nicht nur für seine Gemeinde Haldenwang zuversichtlich, dass die Glasfaserkabel im nächsten Jahr verlegt werden und den DSL-Anschluss ermöglichen. Er rechnet mit Kosten von 250000 Euro, 100000 Euro gibt es als Zuschuss. Auch andere Oberallgäuer Kommunen dürften das Ziel erreichen, wenn sie die finanziellen Möglichkeiten dazu haben und die topographischen Gegebenheiten dies zulassen. Für die künftige Entwicklung der Dörfer, für dort lebende Ärzte, Rechtsanwälte oder Architekten, sei ein DSL-Anschluss unabdingbar. Freilich: «Man wird nicht jeden Weiler und abgelegenen Hof anschließen können.

Dort wird man sich mit anderen technischen Möglichkeiten über Satellit oder Funk behelfen müssen», meint Klotz.

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