Füssen
Schneeräumung sorgt für Unmut

«Im Weidach war nicht geräumt. Nur hohe Schneehaufen, einfach schrecklich» - so zumindest kommt es der 63-jährigen Cornelia Peters vor. Wie die Füssenerin klagten gestern viele, die auf Straßen und Gehwegen innerorts unterwegs waren. Manche Autofahrer kämpften morgens am Luitpoldkreisel mit den Steigungen, andere krochen auf der schneebedeckten Kemptener Straße mit Tempo 30 dahin: «Es ist immer das Gleiche. Die B310 am Weißensee entlang ist gut geräumt, aber ab dem Ortseingang Füssen liegt wieder der Schnee», regte sich gestern auch eine 48-Jährige aus Weißensee auf, die morgens auf dem Weg zur Arbeit war.

Winterdienst auf Sparflamme? Von wegen, kontert Rolf Tschirschnitz. Der Leiter des Füssener Tiefbauamtes ist zuständig für die Organisation des Winterdienstes im Füssener Raum. «In der Regel läuft die Räumung durchgehend von halb fünf morgens bis 22 Uhr nachts.» Das vielfach beklagte Leid der Autofahrer, Fußgänger und Anwohner ist für ihn ein «altes Lied».

Minusgrade erschweren die Räumung der Straßen

Dass vor allem gestern dieser Eindruck entstand, hänge auch mit den tiefen Temperaturen zusammen, verdeutlicht er. Die Straßen am Luitpold-Kreisel seien beispielsweise gestern Morgen zweimal geräumt worden. «Das erste Mal um 5.30 Uhr», zum zweiten Mal sei der Winterdienst an dieser Stelle gegen 8 Uhr angerückt.

Das Schwarzräumen (siehe Infokasten) sei dabei der gewünschte Effekt gewesen. Doch das verwendete Salz- und Streugemisch «reagiert ab minus sieben Grad sehr verzögert», bedauert der Leiter des Tiefbauamtes. Und gestern seien die Temperaturen bis in die Morgenstunden weit darunter geblieben.

Besonderes Augenmerk setzt der Winterdienst laut Tschirschnitz auf Hauptstraßen, Knotenpunkte und Steigungen (Weißensee, Lechhalde, Krankenhaus). Um hier die Straßen komplett von Schnee und Eis zu befreien, sei man - je nach Witterung - mehrmals am Tag im Einsatz. Natürlich würden auch Seiten- und Nebenstraßen geräumt. Jedoch nicht mit derselben Priorität - für Tschirschnitz ebenfalls eine Erklärung für den jüngsten Unmut.

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