Lindenberg / Jengen
Schnauferl waren gefragt wie nie

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Am Wochenende ging es hoch her im Jengener Gewerbegebiet Urbansfeld. Von weit her reisten sie alle an die vielen Schnauferl und historischen Schlepper zum achten Oldtimer- und zweiten Allgäuer Mercedes-Benz-Treffen. Insgesamt 850 Aussteller gaben sich bei spätsommerlichem Wetter ein Stelldichein auf dem rund 15 Tagwerk großen Gelände rund um die Vereinshalle der Lindenberger Oldtimer-Freunde, das sich bis in die Schöttenau erstreckte. Viele Gerätschaften und Automobile waren dem Anlass entsprechend auf Hochglanz herausgeputzt. Einigen war aber auch anzusehen, dass ihnen noch eine lange und aufwendige Restaurierung bevorsteht.

Vor allem am Sonntag drängten sich regelrechte Menschenmassen durch die langen Reihen der Traktoren und historischen Fahrzeuge. Anton Herz, Vorsitzender der Oldtimer-Freunde, kam nicht nur wegen der warmen Temperaturen ins Schwitzen, sondern auch angesichts des guten Zuspruchs. Fast 6000 Besucher zählten die Veranstalter. «Bei jedem Treffen kommen immer mehr Besucher, aber auch Aussteller. Das ist für uns schon fast nicht mehr zu schaffen», meinte der sichtlich geschaffte Vorsitzende, der sich aber natürlich über den großartigen Erfolg freute. Schließlich investieren die Mitglieder viel Zeit und Mühen in die Organisation des Oldtimertreffens, das alle drei Jahre stattfindet. Bis aus Hamburg und Bremen seien Aussteller gekommen, berichtete Herz.

Neben einem umfangreichen Rahmenprogramm mit verschiedenen Vorführungen historischer Maschinen (wir berichteten), dem Party-Abend auf Freitag mit «Espresso» sowie dem Stimmungsabend mit der Gaudiband «B12» am Samstag in der Vereinshalle, kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Am Sonntag spielte zudem der Lindenberger Musikverein Frohsinn zur Unterhaltung auf.

Mit einem knallroten 190 SL-Mercedes-Benz-Cabrio war auch Aribert Hübner aus Landsberg angereist. «Dieses Auto wurde von 1955 bis 1963 gebaut. Und dieses Auto ist die Nummer 30», erklärte Hübner sichtlich stolz. Schon als Kind habe er von dem Fahrzeug geträumt. Bis nach Californien musste er reisen, um sich seinen größten Wunsch zu erfüllen. So rund 3000 Kilometer fahre er im Jahr mit seinem Mercedes. Das Treffen in Jengen nutze er zum Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten und, um andere tolle Oldtimer zu begutachten, erzählte Hübner.

Insgesamt zum sechsten Mal dabei war Andi Kreher, dieses Mal in Begleitung von Sohn Jonas, der extra für die Ausstellung seine neue Lederhose angezogen hatte. Die Mitglieder der Schlepperfreunde Wertachtal sind mit einem blitzblank-polierten Hanomag aus dem Jahr 1958 angereist. Vor zehn Jahre habe er das alte Arbeitsgerät erstanden und zwei Jahre lang daran geschraubt und gefeilt und es zum Glänzen gebracht, berichtete Kreher. Auf die Frage, ob denn das Fahrzeug auch noch den ein oder anderen Einsatz habe, antwortet Kreher mit einem bestimmten «natürlich». «Ab und an gehe ich noch ins Holz, und das nicht ohne meinen Hanomag.»

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