Füssen
Schlussspurt im Kloster St. Mang

Der Termindruck ist groß. Und dennoch strahlt Thomas Riedmiller Gelassenheit aus. Gute vier Wochen bleiben der Stadt Füssen noch für den Schlussspurt im einstigen Kloster St. Mang, dann müssen die Umbauarbeiten für die Landesausstellung 2010 abgeschlossen sein. Für den Kulturamtsleiter kein Problem: «Alles läuft rund, wir liegen voll im Zeitplan», berichtet Riedmiller beim Rundgang mit der Allgäuer Zeitung. Die größten verbliebenen Baustellen: Der Brand- und Einbruchschutz, die neuen Treppen und das Kassensystem.

Maler, Elektriker, Schreiner, Fliesenleger und Aufzugsbauer - sie alle geben sich derzeit im Kloster St. Mang die Klinke in die Hand. Die neue Pracht in den alten Mauern ist aber dennoch zu spüren. Beispiel Klosterküche und Comedyhaus: Beide Räume sind mit Ausnahme der Beleuchtung komplett saniert, auch in Fluren und Nebenräumen sind Rohre und Leitungen längst verlegt, strahlen Wände und Decke in frischen, originalgetreuen Farben.

Der einstige Weinkeller des Klosters ist ebenfalls nicht wieder zu erkennen: Wo einst das Wasserwerk in verwinkelten Räumen sein Magazin unterhielt, dominieren jetzt weitläufige Fluchten und Gewölbe. «In Kürze folgen noch Beleuchtung, Ticketsystem und die Möblierung», erläutert Riedmiller.

Fast abgeschlossen ist auch der Einbau des Aufzuges, der Besuchern barrierefrei in alle wichtigen Geschosse bringt. Schwer geschuftet wird dagegen noch am Brandschutz - angefangen vom engen Netz der Rauchmelder bis hin zu den gläsernen Türen, die im Brandfall die Flure verschließen. «Außerdem bekommen wir nun eine Einbruchsicherung - die gabs bisher nicht», so Riedmiller. Auch zwei Metalltreppen fehlen noch. Die eine führt vom Foyer hinauf in die Museumsräume, die andere bringt Besucher hinab in die Klosterküche.

Und die Ausgaben für den Umbau? Hier dürfte es nach den Problemen bei der Elektrik (marode Leitungen ließen die Kosten unerwartet von 1,07 auf rund 1,2 Millionen Euro klettern) keine weiteren «Ausreißer» geben, so Riedmiller. Schließlich seien die großen Gewerke «alle unter Dach und Fach.»

Am 1. Februar wird dann vertragsgemäß das Haus der bayerischen Geschichte das Kommando in den barocken Räumen übernehmen. «Unser Team wird mit dem Einbau von Raumschalen beginnen», erläutert Sprecherin Anja Brandstäter. Die künstlichen Wände sollen die wertvolle Bausubstanz des Klosters schützen und zudem eine plastischere Raumwirkung ermöglichen. So ist etwa geplant, als Hintergrund überdimensionale Fotos aufzuziehen. Zudem sollen viele Vitrinen für die rund 200 Exponate in die künstlichen Wände «eingetieft» werden. «Wir betreiben hier einen großen Aufwand», kündigt Brandsteter an.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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