Ostallgäu
«Schließlich sind wir alle Ostallgäuer»

«Die größte Baustelle des Landkreises ist die Bildung. Dieser Satz bewahrheitet sich jetzt im wahrsten Sinne des Wortes», sagte Landrat Johann Fleschhut bei der jüngsten Kreistagssitzung in Marktoberdorf. Die Kreisräte begrüßten es einstimmig, dass in Buchloe ein dreizügiges Gymnasium errichtet werden kann und stimmten dem Finanzierungskonzept zu (siehe Infokasten). Der Landkreis Ostallgäu übernimmt somit für das Staatliche Gymnasium Buchloe die Schulaufwandsträgerschaft.

Geschlossene Solidarität

Bereits in den vergangenen Jahren hatte der Kreistag geschlossen seine Solidarität mit dem nördlichsten Teil des Landkreises gezeigt und die Bemühungen um ein Gymnasium für Buchloe unterstützt.

«Wir sollten diese große Maßnahme schaffen, ohne deswegen die Kreisumlage zu erhöhen und ohne neue Schulden zu machen», sagte der Landkreis-Chef. Der Trend der vergangenen Jahre, kontinuierlich Schulden abzubauen, könne aber wohl nicht fortgesetzt werden.

«Wir wollen keine Allerweltsschule», betonte Fleschhut. Ihm schwebe ein besonderes Profil des künftigen Gymnasiums mit einer modernen Ausrichtung vor.

«So kommt Bewegung in die gesamte Region», freute sich Lars Leveringhaus (CSU). Seiner Meinung nach habe es bei der Entscheidung eine große Rolle gespielt, dass die Befürworter gemeinsam aufgetreten seien. Er betonte, dass die CSU-Fraktion den «Kollegen im Unterallgäu die Hand reichen» wolle: «Wir sollten auf ein Niveau kommen, auf dem man sich konstruktiv unterhalten kann.»

Neues Konzept

«Buchloe tut auch Mindelheim und Türkheim gut», betonte Hubert Endhart (Grüne). Das Buchloer Gymnasium sei eine Chance für ein neues pädagogisches und technisch-innovatives Konzept. Wolfgang Hannig (SPD) sagte: «Die Schüler werden die größten Gewinner sein.

» Es sei selbstverständlich, dass alle Fraktionen im Kreistag an einem Strang gezogen hätten: «Schließlich sind wir alle Ostallgäuer.»

«Auch die Freien Wähler (FWO) stehen voll hinter dem Projekt», betonte Werner Himmer. «Investitionen in die Bildung werden sich auszahlen», war sich Maximilian Hartleitner (Junges Ostallgäu) sicher. «Glaube und Beharrlichkeit helfen über den höchsten Berg hinweg», fand Andreas Rösel (FDP).

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