Schlechter Boden und Zusatzwünsche machen Bad teurer

Von Ingrid Grohe
| Heimenkirch Ursprünglich war von einer Sanierung des Heimenkircher Freibads die Rede, dann wurde deutlich: Es wird ein Neubau. Zuerst wollte der Markt rund zwei Millionen Euro für sein neues Bad ausgeben, später war von Einsparungen in Höhe von 400 000 Euro die Rede, und in der Gemeinderatssitzung am Montag wurde erstmals die Summe von 2,6 Millionen genannt. Deutlich länger als erhofft wird außerdem die Bauzeit. Was deutlich wird: Eine Maßnahme diesen Ausmaßes ist weder leicht zu planen noch zu kalkulieren.

Noch in der letzten Sitzung des alten Marktgemeinderats war die Frage gestellt worden, ob denn die Arbeiten am Freibad im Zeitplan seien. Die Verwaltung - so lautete der Auftrag der Gemeinderäte - solle Druck machen und das Planungsbüro zur Einhaltung der Termine drängen. Was freilich längst hinfällig ist: Anfang Mai, so der ursprüngliche Gedanke, sollte das Bad geöffnet werden, inzwischen ist vom 23. Juni die Rede. Als offizieller Einweihungstag wurde der 6. Juli festgelegt, wie Bürgermeister Markus Reichart bekanntgab.

Die im Auftrag des Gremiums gestellte Anfrage an das planende Büro 'Plafog' in Kulmbach wurde ausführlich beantwortet, wie jetzt der neue Marktgemeinderat in seiner ersten richtigen Arbeitssitzung erfuhr. Plafog schildert dabei die Unwägbarkeiten der Baumaßnahme, die von aufwendigen Gründungsmaßnahmen im Beckenbereich, über die Hangsanierung und Altlastensanierung bis hin zur ungünstigen Wettersituation seit Februar reichen. Es sei 'das Optimale an Bauzeit' umgesetzt worden, schließt Plafog, wenn man die zusätzlichen, nicht absehbaren Behinderungen durch Baugrund und Hangverhältnisse berücksichtige.

Die genannten unvorhersehbaren Behinderungen tragen natürlich auch zur Verteuerung des Projektes bei, wie die Diskussion im Marktgemeinderat deutlich machte. So erforderte der schlechte Untergrund, dass der Boden unter dem Beachvolleyballfeld sowie unter der Liegefläche ausgetauscht werden musste.

Die Kritik von Paul Müller und Albert Lau an den deutlich höheren Kosten konterte Kämmerer Georg Bockhart außerdem mit zusätzlichen Wünschen, die im Bäderausschuss geäußert und auch beschlossen worden seien: So habe man statt einer Kunststoff- eine Edelstahlrutsche bestellt, und das Volleyballfeld sei mit mehr Sand als geplant gefüllt worden. Als Nebenkosten mögen dann noch die knapp 10 000 Euro verbucht werden, die der am Montag vom Gemeinderat bestellte Rasentraktor für die Pflege der Liegeflächen im Freibad kostet. Nach kurzer Diskussion waren sich die Mitglieder einig, dass ein starkes Gerät mit Allradantrieb und Servolenkung im hügeligen Bad gute Dienste leisten wird. Der Aufsitzmäher wird auch auf anderen gemeindlichen Flächen eingesetzt.

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