Memmingen
«Schaden schnell beheben»

In der BBZ-Turnhalle ist derzeit an Sport nicht zu denken: Denn der Boden ist schwer beschädigt. Schuld daran war ein Unwetter Ende Juni. Dabei drang durch die poröse Deckenschicht Wasser in die Halle ein. Die Stadträte Fritz Such (CSU, Sportreferent), Karl Standhartinger (CSU), Helmuth Barth und Wolfgang Courage (beide Christlicher Rathausblock, CRB) haben sich nun an Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger gewandt - mit der dringenden Bitte, dass der Schaden umgehend behoben werde.

«Wir werden das selbstverständlich unverzüglich richten», verspricht Holzinger. Doch zunächst müsse die ohnehin in Auftrag gegebene Dachsanierung abgeschlossen sein, betont das Stadtoberhaupt. «Sonst regnets ja gleich wieder auf den neuen Boden drauf.»

Fraktionsvorsitzendem Courage gehen die Sanierungsarbeiten nicht schnell genug voran: «Das schleppt sich alles so hin. Dabei ist das ein akuter Fall. Wir müssen da jetzt wirklich Dampf machen und nachhaltige Schritte einleiten.» Denn wenn die wichtige Sporthalle nicht bald wieder zur Verfügung stehe, finde sich wohl so schnell keine geeignete Alternative, meint Courage: «Denn die neue Dreifach-Turnhalle der Realschule an der Schlachthofstraße beispielsweise kann wohl auch erst frühestens im November genutzt werden.»

«Im Notfall das Heimrecht tauschen»

Der OB sieht das nicht so dramatisch. Er räumt zwar ein: «Ich kann leider nicht versprechen, dass in der BBZ-Halle schon im September alles fertig ist.» Aber es müsste für die betroffenen Vereine doch beispielsweise möglich sein, im Notfall ihr Heimrecht zu tauschen und zunächst auswärts anzutreten, schlägt der Rathaus-Chef vor.

Die vier Stadträte sind eher skeptisch, ob das auf die Schnelle ginge. Sie meinen ohnehin, dass es erst gar nicht so weit hätte kommen müssen. In ihrem Schreiben an Holzinger regen sie sich darüber auf, dass der Hallenboden stark aufgequollen sei und sich erheblich verformt habe.

«Die leider erst nach einigen Tagen eingeleiteten Trocknungsmaßnahmen kamen zu spät», kritisieren sie, «in diesem Zeitraum hatten Spanplatten, Schaumstoffzwischenlagen und Sperrholzplatten Wasser gezogen - und die Verwerfungen des Hallenbodens waren und sind eminent.»

Alle Versuche der Verwaltung, die Schäden umgehend zu beheben, seien gescheitert, beschwert sich das Ratsquartett.

«Natürlich ist das eine unangenehme Geschichte», räumt der Oberbürgermeister ein. Doch den Vorwurf, die Stadt sei untätig gewesen oder habe Fehler gemacht, will er nicht stehen lassen. Die Aufträge zur unverzüglichen Bodensanierung habe er doch bereits unterzeichnet, so Holzinger.

Den entstandenen Sachschaden beziffert er mit bis zu 40000 Euro, «womöglich sogar mehr». Das Geld für die Reparatur werde aus der sogenannten Deckungsreserve entnommen. «Wir werden alles daran setzen, dass der Schaden so schnell wie möglich behoben wird», versichert der Oberbürgermeister.

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