Feuerwehrhaus
Sanierung oder Neubau?

Das Feuerwehrhaus Niederstaufen entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Dem Sigmarszeller Gemeinderat lagen nun die von einem Planungsbüro erstellte Bestandsaufnahme und das Ergebnis der Gespräche mit der Regierung von Schwaben vor. Entscheidungen wurden nicht getroffen. Das Gremium stimmte dem Antrag von Ratsmitglied Bernhard Krepold zu, eine gemeinsame Sitzung mit der Feuerwehr durchzuführen, was auch der vorgesehenen Marschrichtung von Bürgermeister Walter Matzner entsprach.

Zu den aufgezeigten Möglichkeiten gehörten die Erweiterung und Sanierung des bestehenden Feuerwehrhauses, mal ohne zweiten Stellplatz mal mit. Alternativen sind ein Abriss und Neubau auf dem jetzigen Standort oder ein Neubau an anderer Stelle. Wird das Feuerwehrhaus neu gebaut, gibt es Fördergelder von 45000 Euro pro Stellplatz. Bei einer Erweiterung des alten wird nur eine von drei Varianten gefördert (zweiter Stellplatz hinter dem ersten), und zwar mit 22500 Euro. Das Planungsbüro kommt zu dem Schluss, dass eine Realisierung von Umbau und Erweiterung «eine Anhäufung von beträchtlichen Kompromissen» sei.

«Was haben wir eigentlich erwartet?», übte Bettina Bader Kritik am Gremium. Man müsse nicht für alles ein Gutachten erstellen. Beim Ortstermin habe doch jeder sehen können, dass es sich um ein altes baufälliges Haus handelt. Ratsmitglied Paul Otto sah allerdings Möglichkeiten, «aus dem Bestand was zu machen».

Es stelle sich die Frage, was die Feuerwehr als Minimum brauche. Das aufgezeigte Raumprogramm (insgesamt 248 m²) sei nur vorgegeben, wenn man Fördermittel wolle, so der Architekt. Beispielsweise könne der Schulungsraum entfallen, weil man den in Sigmarszell nutzen kann. Sobald man keine Fördergelder beantrage, sei man relativ frei, bestätigte Bürgermeister Walter Matzner.

Einem Neubau an dem von der Feuerwehr favorisierten Standort neben der alten Schule stehen Einwände des Amts für ländliche Entwicklung entgegen, das ein neues Feuerwehrhaus mit den notwendigen Stellplätzen in unmittelbarer Nähe der geplanten Dorfentwicklung ablehnt. Falle Fläche in diesem Bereich weg, stelle sich die Frage, ob eine Dorfentwicklung dann noch sinnvoll ist.

Karl Fischer vermisste in der Machbarkeitsstudie des Planungsbüros Kostenschätzungen. Überhaupt könne man da «sehr wenig rausnehmen», es brauche mehr Informationen.

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