Marktoberdorf
Sanierung kommt

Im April 2011 soll sie nun beginnen, die seit vielen Jahren geplante Erweiterung und energetische Sanierung des Gymnasiums Marktoberdorf. Zuletzt war von einem Baubeginn Anfang 2010 die Rede gewesen, zuvor sogar schon von einem Abschluss der Schulsanierung bis Ende diesen Jahres. Nun ist also April 2011 als Baubeginn anvisiert, wie Schulleiter Willi Mooser und das Staatliche Bauamt Kempten übereinstimmend berichten.

Aber dieser Termin sei nun definitiv: «Es ist der letztmögliche Baubeginn, um in das CO²-Programm reinzukommen. Dann muss gebaut werden, damit wir die Zuschüsse nicht verlieren», betont Hans-Peter Miesbeck vom Bauamt. Er meint damit die 5,8 Millionen Euro aus dem Klimaprogramm Bayern 2020, die der Baumaßnahme zugutekommen. Insgesamt soll der Umbau 15,6 Millionen Euro kosten. Etwas mehr als die Hälfte der Kosten übernimmt das Kultusministerium.

Noch kein «Contractor» gefunden

1,6 Mio. Euro will der Bund beisteuern. Er honoriert damit, wie berichtet, das sogenannte Erfolgscontracting. Dabei verpflichtet sich die beauftragte Firma, bestimmte Energiesparziele einzuhalten (Kasten).

Dieses «Erfolgscontracting» sei schuld am späteren Baubeginn: «Leider wurde bei der europaweiten Ausschreibung kein Contractor gefunden, der die Garantie für die Energiesparziele übernimmt», so Willi Mooser. Zumal allein die Ausschreibung samt Auswertung Monate dauerte. Bis 1. April diesen Jahres wird nun erneut versucht, einen «Contractor» zu gewinnen.

Findet sich wieder keiner, werde der Auftrag herkömmlich, also ohne «Erfolgscontracting» vergeben, erklärt Hans-Peter Miesbeck: In jedem Fall werde ab April 2011 gebaut. Eine konventionelle Planung habe das Bauamt in der Schublade. Mit dieser Zusicherung kann auch Mooser leben. Er betont, wie nötig es ist, endlich Platz zu schaffen, damit das «Leben im Container» ein Ende hat. 100 Kinder (vier Klassen) seien in Containern einquartiert, zwei weitere Klassen hausten im Keller. Der Umbau bringe circa sechs neue Klassenräume.

Wieder Container nötig

Denn mit dem Erweiterungsbau, in den die Verwaltung kommt (zudem entstehen eine neue Pausenhalle und ein dritter Innenhof), wird im Altbau Platz frei. Apropos Altbau: Auch dessen energetische Sanierung ist nötig. Mooser verweist auf nicht isolierte Dachplatten, die kaputtgingen, und auf die Heizungen, deren Laufzeiten optimiert werden müssten. Daneben werden neue Fenster eingesetzt sowie eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung eingebaut.

Dem neuerlichen Aufschub der Sanierung kann er aber etwas Gutes abgewinnen: «Da am 2. Mai 2011 der letzte Abiturjahrgang G9 bereits komplett fertig ist, können wir dank der dann freien Oberstufenräume platzmäßig leichter jonglieren.

» Dennoch werde die Schule in der Umbauzeit nicht umhin kommen, Container aufzustellen. Immerhin werde gleich zu Baubeginn ein ganzer Gebäudeflügel dichtgemacht

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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