Kliniken
Sanierung: Im Sommer soll die Operation starten

Drei Möglichkeiten für die Sanierung der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren untersucht die dafür eingesetzte Unternehmensberatung Kienbaum bis Mitte April.

Dann sollen dem Verwaltungsrat erste Ergebnisse präsentiert werden. Das berichtete Vorsitzender Stefan Bosse nach der jüngsten Sitzung des Gremiums.

Demnach gebe es folgende drei Szenarien:

  • Weiter wie bisher und versuchen, den Betrieb der fünf Krankenhäuser in Füssen, Obergünzburg, Marktoberdorf, Kaufbeuren und Buchloe zu optimieren;
  • Standorte schließen und das Kommunalunternehmen komplett neu aufstellen;
  • alle Standorte erhalten und in den einzelnen Häusern deutliche strukturelle Veränderungen vornehmen. Der Verwaltungsrat will laut Bosse alle drei Varianten untersucht haben. Die Ergebnisse sollen vor einer Entscheidung mit möglichst vielen Beteiligten, wie den Krankenhaus-Fördervereinen und dem Personalrat, diskutiert werden.

Ab Ende Mai/Anfang Juni soll die Umsetzung des beschlossenen Konzepts beginnen. Dafür will sich der Verwaltungsrat nach wie vor geeignete Unterstützung in die Chefetage holen.

Allerdings wird auf einen dritten Vorstand verzichtet. Stattdessen soll es eine Art «Projektvertrag» geben. Im Klartext heißt das, es wird eine Person befristet eingestellt, die dem Vorstand während der Sanierung zur Seite steht.

Unabhängig davon stellte Kienbaum erste Einsparmöglichkeiten, so genannte «quick wins», vor. Laut Bosse beauftragte der Verwaltungsrat den Vorstand, diese zügig umzusetzen. Es gehe dabei zum Beispiel um Verbesserungen beim Einkauf, bei Wartungsverträgen oder auch um eine bessere Organisation der medizinischen Versorgung an den einzelnen Standorten. Alle Veränderungen zusammen sollen 1,75 Millionen Euro pro Jahr einsparen - ohne dass es personelle Veränderungen gebe.

Zudem ging es in der jüngsten Sitzung um die laufenden Bauvorhaben am Klinikum Kaufbeuren. Laut Bosse liegen diese im Kostenplan von 36,5 Millionen Euro. Die für April 2013 angepeilte Fertigstellung könnte sich um einige Monate verzögern.

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