Salz gegen Eisglätte nur in Ausnahmefällen

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von johannes schlecker | Kempten Anders als im Vorjahr hat heuer der Winter die Region fest im Griff. Während sich die einen über den Schnee freuen, ist er für andere manchmal eine Qual. Vor allem dann, wenn es gilt, die Gehwege frei zu räumen. Und wenn jetzt in diesen eisigen Tagen hier und da Eisplatten das Laufen erschweren, würden manche gerne zum Salzeimer greifen. Doch dies ist nur in Ausnahmefällen erlaubt, denn laut Betriebshofleiter Uwe Gail ist der private Winterdienst klar geregelt.

Räumpflicht: Eigentümer und Besitzer von Grundstücken, die an einer öffentlichen Straße liegen, sind verpflichtet, die Gehflächen zu räumen. Soweit keine Gehsteige vorhanden sind, muss der Anlieger die an seinem Grundstück vorbeiführende Straße in einer Breite von mindestens einem Meter vom Schnee freihalten. Gleiches gilt in verkehrsberuhigten Bereichen.

Zeit: Anlieger müssen an Werktagen von 7 bis 20 Uhr die Gehsteige von Schnee freimachen. An Sonn- und gesetzlichen Feiertagen ist ab 8 Uhr Räumpflicht. Bei Urlaub oder im Krankheitsfall ist laut Gail für Ersatz zu sorgen. Bei anhaltendem Schneefall muss gegebenenfalls mehrmals am Tag geräumt werden.

Umfang: Laut Gail ist es in der Regel ausreichend, wenn den Fußgängern eine Gehwegfläche von rund einem Meter Breite zur Verfügung steht. Hausbesitzer sollten aber darauf achten, dass Abflussrinnen am Geh- und Fahrbahnrand frei sind.

Streumittel: Verwendet werden dürfen nur Splitt, Sand oder andere abstumpfende Mittel. Der Gebrauch von Salz ist laut Straßen- und Sicherheitsverordnung verboten.

Ausnahmen: Damit Splitt nicht einfriert, darf laut Betriebshofleiter rund zehn Prozent Salz beigemischt werden. Bei Blitzeis, an Steilstücken oder Treppenaufgängen sei das Streuen von Salz notfalls in 'geringen Mengen' erlaubt.

Städtischer Winterdienst: Da die Salzlauge laut Gail Autos oder Gebäude angreift und Pflanzen das Wasser entzieht, greift auch der städtische Winterdienst auf Gehwegen in der Regel auf Splitt zurück: 'Auf den Straßen ist Salz dagegen besser geeignet, da Splitt von den Autos an den Fahrbahnrand geschleudert wird und damit keinen ausreichenden Schutz für den Verkehr bietet.'

Bußgeld: Wird nicht oder nur ungenügend geräumt, droht laut Ordnungsamtsleiter Thomas Schuhmaier ein Bußgeld zwischen fünf und 1000 Euro. 'Die genaue Höhe hängt aber immer vom Einzelfall ab', erklärt Schuhmaier.

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