Halblech
Sakrale Kunst aus fünf Jahrhunderten

Nun ist sie dank fleißiger Helfer aufgebaut, beleuchtet und eröffnet: die «Sakrale Ausstellung» im Schulhaus Bayerniederhofen in den zwei Räumen des ehemaligen «Schlössle zu Niederhofen». Hier haben die Initiatoren, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Luise Mayr, Georg Mahler und Kirchenpfleger Gerhard Straubinger, historische und einmalige Kunstgegenstände und Unikate übersichtlich und liebevoll aufgebaut.

Gerhard Straubinger begrüßte die zahlreichen Gäste im Namen der Kirchengemeinde Bayerniederhofen zur Ausstellungseröffnung. Zu sehen sind einzigartige Dokumente sakraler Kunst, die sich im Laufe der Jahrhunderte angesammelt haben. «Wir sind stolz, heute diese teils gut erhaltenen, restaurierten und gereinigten sakralen Kunstgegenstände in ihrer einmaligen Schönheit präsentieren zu können», so Straubinger.

Viele dieser seltenen Bilder, Darstellungen und eindrucksvollen Schnitzereien lagen viele Jahre im Kirchendachboden oder im Keller des Pfarrhauses. Nicht alle verpackt, sondern auch offen und verstaubt und vom «Zahn der Zeit» doch ein bisschen angenagt.

Stolz ist die Kirchengemeinde auf ein besonderes Schmuckstück: Die einmalige Weihnachtskrippe von Bildhauer und Krippenbauer Sebastian Osterrieder, dem «Krippenwastl», der die Weihnachtskrippe wieder neu entdeckte und 1932 in München verstarb. Seine naturgetreuen Darstellungen - ob bei den einzelnen Figuren oder in den teils orientalischen Gebäuden - haben ihn in der ganzen Welt bekannt gemacht. Seine Krippen stehen unter anderem im Vatikan, in Schweden, USA und in Mexiko. In der Ausstellung in Bayerniedehofen ist dem «Krippenwastl» ein ganzer Raum gewidmet. Diese Krippe wurde aufwändig restauriert. Die dafür notwendigen 35000 Euro wurden durch Spenden aufgebracht, wie Luise Mayr stolz berichtet.

Wie Georg Mahler erläuterte, spannt sich der Bogen in dieser Ausstellung über fünf Jahrhunderte. zu den wertvollen Stücken gehört ein noch gut erhaltenes «Meßgwand» von 1582. Dieses wurde heuer schon bei besonderen Anlässen von Pfarrer Ludwig Epp getragen. Ein Christuskopf ist wohl schon vor dem 17. Jahrhundert gefertigt worden.

Besonders wertvoll und wunderbar präsentiert sind 14 geschnitzte Kreuzwegtafeln. «Bei der Reinigung habe ich an mancher Tafel mehr als sieben Stunden gearbeitet», berichtete Georg Mahler. Das war allerdings eine sehr schöne Arbeit, denn die Figuren und deren sehr ausgeprägte Gesichtszüge sind im Nazarener Stil gearbeitet.

Die Dauerausstellung in der Schule in Bayerniederhofen ist jeweils sonntags geöffnet. Im September, November und Januar von 11 bis 12 Uhr, im Oktober und im Dezember von 10 bis 12 Uhr. Nähere Infos bei der Touristinformation Halblech.

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