Arbeitsmarkt
Saisonende bei Hotels führt zu mehr Arbeitslosen

Das Saisonende im Hotel- und Gaststättengewerbe hat im November zu einer Steigerung der Arbeitslosenzahl geführt. Im Vergleich zum Oktober waren 775 Menschen (Steigerung von 9,1 Prozent) mehr arbeitslos gemeldet. «Eine derartige Zunahme ist für die Jahreszeit jedoch durchaus üblich», sagte der operative Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Kempten, Jürgen Traut. Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf nun 3,8 Prozent.

Insgesamt bleibt die Entwicklung auf dem Allgäuer Arbeitsmarkt positiv. «Es zeigt sich deutlich, dass die konjunkturelle Belebung zu einem Zuwachs an Beschäftigung führt», sagte Traut. So sank die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Kemptener Agentur (Allgäu ohne Wirtschaftsraum Memmingen) gegenüber dem von Job- und Finanzkrise beeinflussten November 2009 um 16,3 Prozent auf jetzt rund 9300 Arbeitslose. Konjunkturmotoren sind vor allem die Bereiche Maschinenbau, Elektrobranche sowie das Baugewerbe. In Marktoberdorf sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresmonat gar um 22,4 Prozent. Mit einer Quote von 2,6 Prozent herrscht dort «nahezu Vollbeschäftigung» (Traut).

Auch das Fazit für den Wirtschaftsraum Memmingen fällt positiv aus. «In vielen Betrieben läuft es wieder besser als noch vor wenigen Monaten. Das lässt sich gut an den gemeldeten Stellen erkennen, die uns Arbeitgeber zur Verfügung stellen. Denn es ist die höchste Zahl der letzten 24 Monate», sagte Horst Holas, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Memmingen. Allein im Vergleich zum Oktober legte der Stellenbestand um mehr als acht Prozent zu, die Veränderung gegenüber dem Vorjahr zeigt sogar ein Plus von über 90 Prozent.

Laut Arbeitsagentur Kempten macht die Zahl der Beschäftigten über 50 Jahre einen Anteil von rund 25 Prozent aus. Diese Altersgruppe verzeichnete in den vergangenen Jahren einen Zuwachs an Beschäftigten (zum Vorjahr 4,7 Prozent).

Allerdings war dieses Plus nicht gleichzeitig verbunden mit einer Abnahme der Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe (rund 35 Prozent sind arbeitslos). Jürgen Traut erkennt in dieser Entwicklung daher lediglich den «demographischen Faktor». Er fordert ein Umdenken bei den Unternehmen. «Erfahrene Fachkräfte können für Unternehmen hoch interessant sein.»

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