Oberstdorf
Saftige Bergkräuterwiesen sorgen für besonders guten Käse

Das Internationale Käsefestival in Oberstdorf war das perfekte Umfeld für den Bergkäse-Ausstich des Alpwirtschaftlichen Vereins. Die Prüfer begutachteten und prämierten heuer 28 Berg- und 24 Alpkäse. Diese waren zunächst auf ihr Erscheinungsbild hin bewertet worden. Mehr noch als die Äußerlichkeiten zählte aber das Innenleben der Käseproduktion des vergangenen Sommers. Für Konsistenz, Geruch oder Geschmack sammelten die begutachteten Käse Punkte von der Fach-Jury.

Peter Danks, Geschäftsführer des Alpwirtschaftlichen Vereins, zeigte sich sehr zufrieden mit der Güte der vorgestellten Käse, die besser als im Vorjahr gewesen seien. «Wir hatten allerdings auch einen besseren Sommer», fügte er an. Das Vieh konnte auf besonders saftigen Bergkräuterwiesen weiden.

Auf den vorderen Plätzen qualitativ kaum Unterschiede

Vor allem die Käse auf den vorderen Plätzen hätten sich qualitativ kaum unterschieden und der Jury die Entscheidung nicht leicht gemacht. Am Ende gab es dann aber doch Gewinner: Mit der höchsten Punktzahl von glatten fünf Punkten landete Matthias Martin von der Alpe Ornach mit seinem Bergkäse auf dem ersten Platz.

Er freue sich über seinen Sieg, betont der Senn: «Klar ist es schön, wenn man für seine Bemühungen so belohnt wird.» Ein jeder versuche schließlich, immer beste Qualität zu liefern und manchmal komme es eben auch auf das Quäntchen Glück an.

Er selbst hat offenbar dieses Glück gepachtet, denn bei der Käseolympiade, die 2007 ebenfalls in Oberstdorf stattfand, holte sich der Bolsterlanger mit seinem Bergkäse bereits als einziger deutscher Teilnehmer mit der Goldmedaille den höchsten internationalen Titel.

In der Kategorie Alpkäse - der kleineren Version des Allgäuer Bergkäses - präsentierte Martin Gmeiner von der Waltner Alpe bei Steibis einen Fünf-Punkte-Käse.

Der Senn, der in Riefensberg im Bregenzerwald zu Hause ist, wurde zunächst auf die Folter gespannt, war doch sein Käse mit dem des Konkurrenten Kaspar Geiger gleichsam mit fünf Punkten bewertet worden.

Erst im Stechen fiel die endgültige Entscheidung

Erst im Stechen entschied sich die Jury wegen leichter geschmacklicher Nuancen für den Alpkäse von der Waltner Alpe. «Ein Käse muss rein schmecken, nussig, nicht säuerlich oder bitter», erklärt Gmeiner. Das war bei seinem Gewinnerkäse wohl der Fall. In den vergangenen Jahren hatte der Senn immer zweite oder dritte Plätze belegt - für einen Sieg war's damit höchste Zeit.

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