Special Winter SPECIAL

Glätte
Rutschend über den Ring: Der Winter ist zurück

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Kräftig rieselt der Schnee: Im Morgengrauen kehrte gestern der Winter zurück - und zwar ordentlich. Innerhalb weniger Stunden gab es etliche Zentimeter Neuschnee. Dieser verwandelte die Straßen pünktlich zur Hauptverkehrszeit in der Früh in glatte Rutschbahnen. Die Autofahrer hatten vor allem mit Eisplatten zu kämpfen. Diese entstanden hauptsächlich dort, wo nicht vor dem Berufsverkehr geräumt werden konnte - von den Bundesstraßen bis hin zum Ring in Kempten.

Räumdienst Kempten: Im Schritttempo durch die Stadt, Eisplatten sogar auf dem Ring - mit der Räumsituation war gestern mancher nicht glücklich. Schwierigkeiten, so sagt Betriebshofleiter Uwe Gail, habe der starke und gleichzeitig relativ späte Schneefall bereitet. Erst gegen 4.30 Uhr habe es zu schneien begonnen - an anderen Tagen wären seine Mannen da schon längst unterwegs gewesen. Deshalb lief parallel zum Räumdienst bereits der erste Berufsverkehr an. «Die vielen Fahrzeuge haben den Schnee festgefahren», so Gail. Die Schilde der Räumfahrzeuge hätten daraufhin über diese unterste Schicht hinweg geräumt, Eisplatten entstanden. Auch das Salz, das auf allen Hauptverkehrsstraßen eingesetzt wird, brauche eine Weile, um den festen Schnee aufzulösen.

«Wir fahren schon relativ scharf unten mit den Schilden - aber wegen der Kanaldeckel muss man auch aufpassen, damit hinterher keine Löcher in der Straße sind», erklärt Gail.

Und warum haben AZ-Leser beobachtet, dass Räumfahrzeuge mit nach oben geklappten Schilden fuhren, obwohl noch Schnee lag? «Das liegt daran, dass auch viele private Fahrzeuge im Einsatz sind, die mit der Stadt nichts zu tun haben», so Gail. Diese würden zum Beispiel die Parkplätze von Geschäften räumen - auf dem Weg zu den Einsatzorten würden sie die Schilde hochklappen und die Straßen nicht miträumen.

Räumdienst Oberallgäu: Das Aufeinandertreffen von starkem Schneefall und Berufsverkehr stellte auch die Straßenmeisterei Kempten vor Herausforderungen. Durch die Kooperation von staatlicher Straßenmeisterei und dem Landkreis ist sie für 325 Kilometer Strecke Asphalt rund um Kempten zuständig. «Wir waren bemüht, alles freizukriegen. Aber bei solchen Verhältnissen schafft man das einfach nicht», sagt Straßenmeistereichef Jürgen Klinger. Die B12 und die B19 beispielsweise bräuchten bei diesem Wetter rund um die Uhr Betreuung. Und Salz verliere schon nach ungefähr drei Stunden seine Tauwirkung.

Unfälle: Die glatten Straßen führten zwar zu mehreren Unfällen in Kempten und dem Oberallgäu. Zumeist lieb es bei Blechschäden. Bei einem Unfall um 6 Uhr morgens am Schwabelsberger Weiher wurde ein Beteiligter leicht verletzt (mehr zum Verkehr auch auf der Seite Allgäu-Rundschau).

 

Viel Schnee in kurzer Zeit, dazu der bereits anlaufende Berufsverkehr: Die Räumdienste waren gestern Morgen gefordert, um die Straßen freizubekommen. Fotos: Ralf Lienert

 

Mit dem Schnee hatten Räumdienste und Autofahrer zu kämpfen.

 

Zwischen Dietmannsried und Lauben gab es gestern einen Unfall am Bahnübergang: Ein Fahrzeug war gegen die Schranke gefahren. Mitarbeiter der Bahn prüften mögliche Schäden. Ein Zug durfte nur im Schritttempo passieren.

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