Medizin
Runder Tisch macht auf psychische Probleme von Jugendlichen aufmerksam

«(Nicht) Ganz normal?!» - diesen Titel trägt ein neues Infopaket für Lehrkräfte. Es soll helfen, psychische Probleme bei Kindern und Jugendlichen besser zu erkennen und zu verstehen. Denn ebenso wie Erwachsene können bereits Mädchen und Buben psychische Handicaps haben. Ein Runder Tisch, initiiert vom Bündnis gegen Depression Memmingen-Unterallgäu, möchte sich hier jetzt verstärkt engagieren.

Schon einmal hatte das Memminger Bündnis das Thema Depression bei Jugendlichen über einen Fachvortrag in Zusammenarbeit mit der Erziehungsberatungsstelle aufgegriffen. «Mit dem Runden Tisch sollen nun gezielt Personen an den Schulen für diese Thematik sensibilisiert werden», sagt Dr. Andreas Küthmann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Memmingen und Vorsitzender des regionalen Bündnisses.

Bei einem Treffen von Lehrkräften, Schulpsychologen, Sozialpädagogen, Therapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychiatern wurde deutlich, dass es noch an entsprechendem Wissen mangelt, durch das Lehrkräfte überhaupt erst psychische Defizite bei den Schülern erkennen können: «Bei 30 Kindern oder Jugendlichen in der Klasse ist man zunächst meist froh, wenn einer dabei ist, der sich sehr ruhig und unauffällig verhält.»

Infoveranstaltung für Lehrer

Es ist aber auch nicht immer das ruhige Kind, das Hilfe braucht. Es kann auch der Schüler sein, der aggressiv oder verhaltensgestört reagiert, um auf sich aufmerksam zu machen, betonte Dr. Winfried Mayinger von der Psychosomatischen Klinik in Memmingen. Angedacht ist zunächst eine erste Informationsveranstaltung für Lehrkräfte, wobei benachbarte Schulen zusammengefasst werden könnten. Als Jugend-Fachärzte erklärten sich Dr. Klaus Niethammer und Peter Quartz bereit, verschiedene Vorträge zu halten. Vorstellbar sind für den Runden Tisch auch Projekte mit Schülern - zum Beispiel über Kunst oder Theater. Dabei könnten die Jugendlichen für Themen wie psychische Störungen, Depression und Burnout sensibilisiert werden. Eben dafür, «wenn einer keinen Plan mehr hat».

Außerdem sollen über die Lehrkräfte auch die Eltern Infos zum Thema Depression erhalten - etwa bei einem Elternabend. (mori)

Kontakt Weitere Informationen zum Thema Depression gibt es im Internet unter der Adresse

www.buendnis-depression.de

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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