Special Winter SPECIAL

Bergwacht Bayern
Rund 90 Prozent weniger Einsätze im Allgäu im "Corona-Winter"

Weil die Skigebiete im Allgäu diesen Winter zu waren, gab es deutlich weniger Einsätze für die Bergwacht (Symbolbild).
  • Weil die Skigebiete im Allgäu diesen Winter zu waren, gab es deutlich weniger Einsätze für die Bergwacht (Symbolbild).
  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Redaktion all-in.de

Die Bergbahnen Oberstdorf-Kleinwalsertal haben am Dienstag das endgültige Aus für die Wintersaison verkündet. Dass die Skigebiete zu haben, ist für Skifahrer, Snowboarder und Skilift-Betreiber im Allgäu wenig erfreulich. Dafür hat sich dieser Umstand positiv auf die Einsatzzahlen der Bergwacht im Allgäu ausgewirkt. 

Skigebiete sind zu: Deutlich weniger Einsätze

Waren es im Winter 2019/20 (November 2019 bis März 2020) noch rund 1.700 Bergwacht-Einsätze im Allgäu, gab es im Winter 2020/21 um die 180. Die Differenz "überrascht mich gar nicht", sagt Peter Haberstock, Regionalgeschäftsführer der Bergwacht Allgäu gegenüber all-in.de. Denn: Wenn die Skigebiete zu sind, gibt es dort auch kaum Unfälle. An einem gewöhnlichen (corona-freien) sonnigen Tag hat die Bergwacht im Allgäu 40 bis 50 Einsätze in den Skigebieten, so Haberstock. 

Skitourengeher waren diesen Winter zwar trotzdem unterwegs. Verglichen mit der Anzahl sind hier aber wenige Unfälle passiert. Pro Jahr hat die Bergwacht im Allgäu rund 20 Einsätze, bei dem Tourengeher in Not geraten. 

Kaum weniger Bergwacht-Einsätze im "Corona-Sommer"

Vergangenen Sommer hat es unzählige Menschen in die Allgäuer Natur gezogen, darunter auch viele Wildcamper und Falschparker. Zwischen den beiden "Lockdowns" hat es im Ostallgäu, dem Oberallgäu und dem Landkreis Lindau über 650 Verstöße mehr gegeben als im Vorjahr. 

Im "Corona-Sommer" 2020 (Anfang Mai bis Mitte Oktober) hatte die Bergwacht 692 Einsätze im Allgäu. Zum Vergleich: Im Sommer davor waren es 715 Einsätze. Hier ist die Anzahl der Einsätze also nur geringfügig gesunken. 

2021 bereits drei tödliche Unfälle

Bayernweit hat es vergangenes Jahr 102 tödliche Unfälle bzw. Unfälle mit Todesfolge gegeben, im Allgäu waren es 17, erklärt Haberstock. Inbegriffen in diese Zahlen sind aber auch Herz-Kreislauf-Todesfälle. Heuer gab es bereits drei tödliche Unfälle im Allgäu, bei denen die Bergwacht im Einsatz war. Im Februar beispielsweise ist ein 22-jähriger Mann am Hochgrat 150 Meter in den Tod gestürzt. 

Wie Corona die Arbeit bei der Bergwacht Kempten beeinflusst hat, erfahren Sie in unserem Podcast. 

Wie beeinflusst Corona die Arbeit bei der Bergwacht Kempten?

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