Obergünzburg
Rund 100 Rock-Fans bei Frank Pané im Turm

Frank Pané ist in der Allgäuer Rockmusikszene kein Unbekannter. Unbeirrt zieht der hauptberufliche Gitarrist und Gitarrenlehrer seit Jahren sein Ding durch. Dabei orientiert er sich an Instrumental-Virtuosen wie Joe Satriani, Steve Vai oder einem Steve Lukather von Toto. Beim ersten Auftritt seiner kleinen Konzertreihe im Allgäu stellt der 32-jährige Kaufbeurer auch sechs Titel seiner CD «Liquid Emotions» vor. Rund 100 Rockfans - viele recht jung - wollen dem ambitionierten Gitarristen im Turm des GoIn lauschen.

Ganz in Rockstar-Manier posiert Frank Pané mit offenem Hemd in der Bühnenmitte. Die Finger jagen übers Griffbrett und produzieren flüssige, bestechend klare Melodielinien. Da ist Pané Perfektionist. Beim rasend schnellen, explosiven «Hot for Teacher» (Van Halen) quetscht er das letzte aus seinem Ibanez-6-Saiter heraus. Man darf staunen.

Auch eine ruhige Seite

Aller versierten Technik zum Trotz gibt es auch die ruhige Seite des Frank Pané. Die prägnanten Soli spielt er oft mit geschlossenen Augen. Gerade bei balladesken und sehr persönlichen Titeln wie «Lullaby», das seinem Sohn Luca gewidmet ist («Der hat mein ganzes Leben verändert»). «Ich hab fast weinen müssen», meint Clubchef «Hacky» Hurler leicht ironisch nach einem besonders melancholischen Stück.

Während die ausgeklügelten Instrumentalparts für den Kopf sind, sprechen schöne Gitarrenballaden wie «Butterfly» das Herz an. Coversongs bedienen die Beine und halten das Publikum bei Laune. Ralf Gromer am Bass und der Schlagzeuger Axel Knöll leisten die Rhythmusarbeit. Damit die Frauenquote auch auf der Bühne gewahrt bleibt, übernimmt Kisha den Gesang zu bekannten Krachern von Led Zeppelin oder Whitesnake. Oft schimmern Reminiszenzen an die 80er Jahre durch, entweder versteckt in Panés eigenen Stücken oder ganz offen in alten Perlen von Red oder Dokken.

Einen Höhepunkt markiert der ins Konzert integrierte Blues-Jam. Dazu bittet Frank Pané Musiker aus dem Publikum auf die Bühne, die nacheinander ihre Gitarren einstöpseln und sich mit Pané duellieren. Über den Turm brechen wahre Gitarrengewitter herein. Doch nach Mitternacht lichten sich die Reihen.

Viele junge Gäste sind auch wegen «Marla» aus Marktoberdorf gekommen. Nicht ohne Grund treten sie hier als Vorband an. Der 15-jährige Marla-Gitarrist Korbi nimmt seit einem Jahr Unterricht bei seinem Mentor Frank Pané. So bringen Marla für ihr Alter recht ordentlich Alternative Rock á la Muse oder Incubus zu Gehör. In Zukunft möchte Frank Pané auch mal die Grenzen des Allgäus sprengen und im weiteren Umfeld touren. Man darf gespannt sein.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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