Eggenthal
Rückschlag für Eggenthal beim Mobilfunk

Die Gemeinde Eggenthal hat einen herben Rückschlag in ihrem Bemühen hinnehmen müssen, die Mobilfunkstrahlung auf ihrem Gebiet zu reduzieren. «Ich habe heute die Mitteilung auf meine Nachfrage bekommen, dass der Betreiber O2 einen Mobilfunkmast auf einem Privatgrundstück bauen wird», erklärte Bürgermeister Harald Polzer bei der Gemeinderatssitzung.

Interessengemeinschaft gebildet

Den Versicherungen der Betreiber, wonach die Strahlung ihrer Mobilfunknetze harmlos sei, schenken offenbar immer weniger Menschen Glauben: In Eggenthal hat sich eine große Initiative zusammengetan, um die Standorte für die Masten zu bündeln und zu optimieren und so Strahlung zu minimieren (wir berichteten). Die Gemeinde unterstützt das Bemühen und schloss sich auch einer Initiative des Landkreises an. Doch seit Kurzem kursierten Gerüchte, wonach O2 auf eigene Faust einen Standort suchte. Polzer informierte sich deshalb bei der Firma: Demnach hat O2 mit einem Grundstücksbesitzer einen Vertrag geschlossen, weshalb in den kommenden Wochen ein genehmigungsfreier Mobilfunkmast (weniger als zehn Meter hoch) am Haldenweg aufgestellt werden soll, so der Bürgermeister.

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Und Zweiter Bürgermeister Anton Sanktjohanser fragte irritiert, was nun mit der Beteiligung an der Landkreisinitiative sei. Wie es weitergeht, will der Gemeinderat demnächst beraten.

Auch bei einem zweiten Thema wurde die Gemeinde etwas überrascht: Der Gemeinderat hatte beschlossen, den Hochwasserschutzdamm am Röhrwanger Mühlbach zu bauen (wir berichteten). Für das 220 Meter lange Bauwerk steht die Gemeinde derzeit noch in Grundstücksverhandlungen. Rund 1,4 Millionen Euro soll der Damm kosten - bislang sollten davon 75 Prozent als Zuschuss vom Freistaat gewährt werden. Aber: «Ab sofort wird nur noch mit 65 Prozent gefördert», informierte Martin Steidele. Sollte der Antrag auf den Zuschuss allerdings vor dem 31. Dezember eingereicht werden, gelten noch die alten Konditionen, so Steidele weiter.

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Doch zuvor müsse das Planfeststellungsverfahren schon abgeschlossen sein. «Wir stehen nun unter Druck», meinte Polzer.

Einstimmiges Votum

Für den Bewilligungs- und Auslegungsbeschluss für das Baugebiet Nord-West votierte der Gemeinderat einstimmig. Zwar existiert der Bebauungsplan für das Gebiet schon seit den 1970er Jahren, doch ein Grundstück, auf dem heute gebaut werden soll, befindet sich im nichtbebaubaren Bereich. Dafür müsste der Bauherr ein kostspieliges Einzelverfahren anstrengen. Deshalb will die Gemeinde nun einen neuen Bebauungsplan, in dem das Einzelgrundstück inbegriffen ist sowie einige Grundstückgrenzen geändert werden. Die Frage, wer die Kosten für diesen Verwaltungsakt trägt, blieb vorerst offen.

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