Ruderatshofener stolz auf neues Feuerwehrhaus

Ruderatshofen | sem | 'In Ruderatshofen geht etwas, weil viele mithelfen', sagte Bürgermeister Johann Stich bei der Einweihung des um- und neugebauten Feuerwehrhauses voller Stolz auf seine Bürger. Mehr als 2000 freiwillige Arbeitsstunden wurden beim Bau geleistet. Jetzt kann auch das neue Feuerwehrauto, das im nächsten Jahr angeschafft werden soll, untergebracht werden.

In festlichem Zug marschierten die Fahnenabordnungen, Geistlichkeit, Bürgermeister, Gemeinderat und Ehrengäste sowie die Feuerwehr zu den Klängen der Musikkapelle von der Gemeindekanzlei zum Schulgarten. Dort zelebrierten Pater Shaji Vadayattukuzhy und Diakon Fischer den Feldgottesdienst, der von der Musikkapelle musikalisch mitgestaltet wurde.

Vor 134 Jahren gegründet

Als sich in Ruderatshofen vor 134 Jahren erstmals Bürger zu einer freiwilligen Feuerwehr zusammenschlossen, wählten sie als Motto 'Gott zur Ehr’, dem Nächsten zu Wehr', hob Pater Shaji in seiner Ansprache hervor. Zur Erinnerung daran habe die Feuerwehr dieses Motto auf ihre alte Fahne übernommen. Auch mit der neuen Fahne bekenne sich die Wehr mit dem Wort 'Helfen in Not ist unser Gebot' zu der freiwillig übernommenen Aufgabe im Dienst für den Nächsten.

Gemeinsam mit Bürgermeister Johann Stich, Feuerwehrkommandant Hans-Peter Lingenheil und Vorstand Gerhard Zuber ging der Geistliche dann durchs neue Haus und segnete die Räume.

Nicht mehr zeitgemäß gewesen

Das 1953 erbaute Feuerwehrhaus sei nicht nur für ein neues Löschfahrzeug zu klein gewesen, zeigte Bürgermeister Stich auf. Es habe auch den Unfallverhütungsvorschriften nicht mehr entsprochen. Ein Schulungsraum fehlte und für die Aufbewahrung der Schutzanzüge war kein Platz vorhanden. Durch die zahlreichen Helferstunden von Kommandant Hans-Peter Lingenheil und seinen Mannen sei dies alles jetzt Vergangenheit, dankte er und überreichte dem Kommandanten mit einem Geschenk die Schlüsselgewalt über das neue Haus, das insgesamt rund 125 000 Euro kostete. 80 000 Euro davon werden noch an Zuschüssen erwartet.

Geschenke für die Wehr

Der Landkreis Ostallgäu sei noch einer der wenigen Landkreise, welche solche Investitionen fördern, hob Landrat Johann Fleschhut hervor. Er bedankte sich vor allem für die ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehr im Dienst für den Nächsten und überreichte einen kleinen Obolus an den Vorsitzenden der Wehr.

Die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer überreichte ein Fass Bier. Der Landtag unterstütze die ehrenamtliche Arbeit der Wehren, indem er für die richtigen Rahmenbedingungen sorge, betonte sie. Nachdem mehr Geld hierfür im Haushalt sei, könne die Gemeinde auch mit höherem Zuschuss rechnen.

Kreisbrandrat Martin Schafnitzel hob wie seine Vorredner das ehrenamtliche Engagement auch beim Bau des Feuerwehrhauses hervor und übergab einen Zinnteller. Für die Vereine überreichte H. Mayr ein Geschenk. Seit Baubeginn seien etwa 2250 Stunden von etwa 80 bis 90 freiwilligen Helfern geleistet worden, bedankte sich Vorsitzender Gerhard Zuber auch im Namen des Kommandanten.

Spiele für die Kinder

Im Laufe des Nachmittags zeigte Ruderatshofens historische Truppe einen Löscheinsatz wie anno dazumal. Außerdem gab es Spiele für die Kinder.

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