Diskussion
Ruderatshofen verknüpft Marktoberdorfer Umgehungs-Plan mit eigenen Forderungen

Heftige Diskussionen gab es in der jüngsten Sitzung im Gemeinderat Ruderatshofen zum Thema Umgehungsstraße Ruderatshofen-Apfeltrang und zum Bericht in der AZ zur geplanten weiteren B12-Auffahrt bei Geisenhofen. Einigkeit herrschte darüber, dass ohne eine Umgehung für den Ort keine Auffahrt toleriert werden könne. Zudem hieß es, die Umgehung sei nur mit einem Planfeststellungsverfahren durch den Landkreis umsetzbar. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt und einstimmig beschlossen.

Bürgermeister Johann Stich informierte die Gemeinderäte, dass er sich nach der Berichterstattung über das Gutachten zur B12-Auffahrt in Geisenhofen an den Landkreis gewandt habe, da der Gemeinde Ruderatshofen keine Informationen vorlägen. Die Behörde habe darauf verwiesen, dass bezüglich der Auswirkungen auf die Gemeinde im Gutachten nichts vermerkt sei. Daher sei dieses mit dem Auftrag entsprechender Ergänzung zurückgegeben worden.

Für Ruderatshofen bedeute die Auffahrt, dass mehr Verkehr angezogen wird, dafür sei kein Gutachten notwendig, so die einhellige Meinung im Gremium. Hinzu komme, dass der angedachte Bau der Brücken der Kreisstraße vor dem Bahnübergang innerhalb des Orts das Todesurteil für eine Umgehung östlich von Ruderatshofen bedeute.

Mit den Grundstückseigentümern der Umgehungstrasse stehe man nach wie vor im Gespräch, wobei ohne Überplanung eine Umsetzung schwierig werde, so Stich. Der jetzt näher verfolgte Weg über einen Bebauungsplan durch die Gemeinde sei nicht realisierbar, da die voraussichtlichen Kosten hierfür in die Hunderttausende gehen. Trotzdem wird die Gemeinde ein Verkehrsgutachten in Auftrag geben und Angebote für eine artenschutzrechtliche Prüfung einholen. Es ist eine erhebliche Summe im Haushalt der Gemeinde vorgesehen, die zwingend für den Grunderwerb eingeplant ist. Eine kleine Gemeinde könne dies nicht schaffen, sodass der Landkreis als Bauherr die Federführung übernehmen müsse, hieß es.

Tenor der Diskussion war, dass man gewisse Vorgehensweisen nicht mehr hinnehmen wolle. Der Gemeinderat will mit konkret formulierten Beschlüssen darauf reagieren und hofft dabei auf eine Unterstützung durch die Bevölkerung. Ein von Gemeinderat Hubert Schmölz gestellter Antrag, den Landkreis aufzufordern, für die Umgehung Ruderatshofen-Apfeltrang ein Planfeststellungsverfahren einzuleiten, wurde einstimmig befürwortet. (is)

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