Ruderatshofen
Ruderatshofen bleibt bei 30000 Euro Zuschuss

Bürgermeister Johann Stich informierte den Ruderatshofener Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung, dass er einen Brief der Nachbargemeinde Aitrang erhalten hat. Dieser bezog sich auf den Ausbau der Elbseestraße und forderte von Ruderatshofen eine Kostenbeteiligung von 70 Prozent.

Wie berichtet, will die Gemeinde Aitrang die viel befahrene Straße zum Elbsee neu ausbauen. Zu den Kosten von rund 100000 Euro erwartet die Kommune eine Beteiligung von den Ruderatshofenern, da diese den größten Vorteil von einem Vollausbau hätten. In einer früheren Sitzung beschloss der Ruderatshofener Rat einen Zuschuss von 30000 Euro.

Neutraler Schlichter?

Das Gremium zeigte sich vom harschen Stil des Briefes sehr überrascht, denn da war keine Rede von einem «Angebot», einer Aussprache oder einem Kompromiss. Überhaupt wurde der rüde Ton gerügt, was die Angelegenheit schließlich nur verhärte. Rätin Andrea Euband schlug vor, dass ein neutraler Schlichter eingeschaltet werden sollte. Rathauschef Stich sagte, dass Ruderatshofen «vor vollendete Tatsachen gestellt» wurde.

Im Vorfeld waren laut Stich keine rechtzeitigen Informationen oder Absprachen erfolgt. Dennoch könnte er sich eine Erhöhung des Zuschusses vorstellen, wenn er auf zwei Haushaltsjahre verteilt würde.

Einige Stimmen im Rat stellten einen Vollausbau in Abrede, denn man könnte die Straße auch günstiger in Ordnung bringen. Hierauf meinte Stich, dass Aitrang die Straße nach eigenem Gutdünken ausbauen dürfe. Komme man auf den klaren Inhalt des Aitranger Schreibens zurück, so könne der Gemeinderat nur eine Ablehnung der «überzogenen Forderung» beschließen. Und genau das geschah dann auch einstimmig: Ruderatshofen will die schon beschlossenen 30000 Euro zahlen - und keinen Cent mehr. Ein Gang zum Kadi wird in Ruderatshofen nicht mehr ausgeschlossen.

Ärger um Friedhofsmauer

Gemeindechef Stich zeigte zudem Fotos von der Erneuerung der Kirchenmauer, die starke Risse aufwies und recht verwurzelt war. Beim Entfernen von Wurzeln und dem Versuch, die Mauer zu stabilisieren, entstand ein großes Loch. Dieses wurde unter Leitung des Denkmalschutzamtes fachmännisch geschlossen. Die Kosten hielten sich laut Stich «im vorgesehenen Rahmen». Nicht alle Räte waren von der Restaurierung überzeugt und glaubten, dass die alten Probleme bald wieder aufträten. Es durfte nämlich zum Mauern kein Zement verwendet werden, sodass der Sanierung keine lange Haltbarkeit attestiert wurde.

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