Behindertenbeirat
Rollstuhlfahrer appellieren an das Verhalten der Autofahrer in Kempten

Parkende Autos auf den Rollistreifen am Rathausplatz, am Forum Allgäu und der Big Box oder zu viel Tempo der Fahrzeuge in diesem Bereich: 'Wäre ich mit meinem Rollstuhl nicht noch so fit, mich hätte es vor Kurzem übel erwischt', berichtete Albrecht Hung, Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt Kempten, in der Sitzung des Gremiums. Hinzu kommen Müll und Essensreste an Parkbänken. Bestätigung erhielt Hung von allen Seiten und Stadträtin Ingrid Vornberger (SPD) brachte es auf den Punkt: 'Ein Appell allein genügt nicht mehr. Es ist anscheinend ein gesellschaftliches Phänomen, dass es einen Trend zu Egoismus und Rücksichtslosigkeit gibt.'

Volker Reichle vom Amt für Verkehrswesen regte an, an neuralgischen Punkten verstärkt Kontrollen durchzuführen: 'Das ist ein Überwachungsproblem. Vielleicht sollte die Polizei da tätig werden.'

Wie ein roter Faden zogen sich die Beschwerden über Fehlverhalten der Mitmenschen durch die Beiratssitzung. Als einen gefährlichen Kreuzungspunkt nannte Michaela Rathmacher, stellvertretende Beiratsvorsitzende, auch die Brennergasse in Höhe der Mittelgasse gegenüber der Tiefgarageneinfahrt. Parkende Autos plus große Transporter für die dort wohnenden Rollstuhlfahrer würden die Kapazität der Kreuzung überschreiten.

'Da wird es dann eng und unübersichtlich und außerdem fahren die meisten zu schnell', so Rathmacher. 'Eine zusätzliche Markierung auf dem Pflasterbelag bringt aber nichts', so Reichle.

Er schlug vor, sich bei der nächsten Verkehrsschau die Situation vor Ort anzusehen.

Keine Chance hatte der Vorschlag auf einen zusätzlichen Behindertenparkplatz vor dem Forum im Bereich der Bahnhofstraße auf Seite der Raiffeisenbank.

Die gegenüberliegenden Behindertenparkplätze bei der Apotheke seien im Winter bei Schnee nicht nutzbar. Lothar Köster schlug hier vor, doch die zahlreichen Behindertenparkplätze im Forum zu nutzen.

Gremium will bei Wohnheim und Künstlerhaus gehört werden

Einbezogen werden möchte der Behindertenbeirat bei der Planung des neuen Studentenwohnheims und des Künstlerhauses. Behindertenbeauftragter Lothar Köster: 'Das ist nicht nur ein Wunsch, sondern das ist sogar eine Pflicht der Planer, das Behindertengremium zu hören.

' Beiratsvorsitzender Albrecht Hung meinte, schließlich würden ja auch Rollifahrer die Hochschule besuchen. Und auch beim Künstlerhaus seien sicher die Erfahrungen der Menschen mit Behinderung gefragt.

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