Wiggensbach
Rokokokirche erstrahlt wieder in neuem Glanz

Mit Stützen gesichert war die Kuppel der Wiggensbacher St.-Pankratius-Kirche, Gerüste umgaben die vier Ecksäulen. Kurzum: Knapp sieben Monate glich der Innenraum der prunkvoll ausgestatteten Rokokokirche einer Baustelle. Der Dachstuhl wurde teilweise erneuert, die Dachplatten sind ausgewechselt worden und von außen bekam das Gotteshaus zudem einen frischen Anstrich: Zum Abschluss der umfangreichen Kirchensanierung kommt nun hoher Besuch. Bischof Dr. Walter Mixa hat sich für Freitag, 20. November, angekündigt. Pfarrer Gebhard Gomm – ein ehemaliger Studienkollege des Bischofs – freut sich über die bevorstehende Visite und auch über Spenden in Höhe von rund 85 000 Euro (wir berichteten). Die Diözese zahlt freilich mit 285 000 Euro den Löwenanteil der Kosten für die bauliche Substanzerhaltung, die Gemeinde legt 55 000 drauf.

Die Holz-Dachkonstruktion des Spätbarockbaus (1770 bis 1777) war in bedenklichem Zustand. Pfarrer Gomm zeigt das Stück eines wohl einst stattlichen Holzbalkens, der trocken und brüchig geworden ist und offensichtlich auch wurmstichig war. Nach Überlieferungen sei das Dach letztmals 1928 restauriert worden.

Kirche mit hydraulischen Pressen

Um die frei tragende Kuppel mit dem Fresko in der Mitte des Baus während der Arbeiten nicht zu gefährden, musste sie abgesichert werden. 'Dafür war ein spezielles Verfahren in Absprache mit dem Landesdenkmalamt notwendig,' sagt Wolfgang Höchenberger von der Kirchenverwaltung. Denn auch wenn die Bauarbeiter noch so behutsam arbeiteten, gehe solch eine Aktion auf dem Dach nie ohne Erschütterungen ab. Mit hydraulischen Pressen, die sonst auch beim Brückenbau verwendet werden, sei gearbeitet worden. Kleine Risse in der Kuppel wurden schließlich ausgebessert, so Höchenberger, Hohlräume seien in einem besonderen Verfahren hinterspritzt worden.

'Von außen hat man meist nicht viel von den Bauarbeiten gesehen,' erläutert Pfarrer Gebhard Gomm. Nur die Dachdecker, die auf dem Dach mit seinen 'gewalmten Ecken' viele Platten von Hand zuschneiden mussten, seien in den letzten Wochen ins Auge gestochen und freilich der Kirchenmaler, der die Farben der Fassade auffrischte.

Gerüste und Pressen bestimmten das Bild der Kirche vom Eingangsportal aus. 'Dennoch haben wir in den vergangenen sieben Monaten 17 Hochzeiten in unserem Gotteshaus gefeiert,' freut sich der Seelsorger über die Verbundenheit der Wiggensbacher mit ihrer Pfarrkirche.

Pontifikalamt mit Bischof Dr. Walter Mixa morgen, Freitag, 18.30 Uhr in der Wiggensbacher Pfarrkirche.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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