Krippenspiel
Retterin im Engelsgewand

Das war eine Aufregung in der katholischen Pfarrei Christi Auferstehung: Das Mädchen, das im Krippenspiel die Maria darstellen sollte, hatte sich einen Zeh gebrochen. Wer sollte jetzt die Rolle übernehmen? Ratlosigkeit. Dann erholte sich das Mädchen frühzeitig und alles atmete auf. Doch das Glück währte nicht lange: Denn die Maria-Darstellerin rutschte aus und brach sich nach dem Zeh auch noch den Fuß.

Die Rettung kam von einem Engel: Dessen Darstellerin Lea Burret brachte ihre Freundin Annika Hömke mit in die Kirche, die bereit war, die Hauptrolle zu übernehmen. Die Proben konnten also beginnen. Und die waren nach der nervenaufreibenden Anfangsphase richtig angenehm: «Die Kinder machen das gerne. So ein Krippenspiel ist einfach alle Jahre wieder etwas Besonderes», schwärmt Andrea Schnug, die mit den 15 Darstellern die Hirten-, Stall- und Verkündigungsszenen übt. Kirchenmusikerin Barbara Arbter studierte die Lieder ein. «Das Wunder ist im Stall geschehen. Im Stall, wo Ochs und Esel stehn. Kommt, ihr Hirten! Lauft so schnell es geht zum Stall», ruft Lea Burret bei einer Probe. Sie trägt Flügel, die mit Federn verziert sind. Die Hirten, die zwischen Pappmaché-Schafen auf dem kalten Kirchenboden liegen, springen auf und laufen dem elfjährigen Engelchen hinterher.

Es geht nach Bethlehem, das in der Kirche rechts neben dem Altar angesiedelt ist.

Geschnitzte Holzpuppe

Dort schlummert der Messias als geschnitzte Holzpuppe in der Krippe - zumindest wird das bei der Aufführung so sein, denn bei den Proben ist noch kein Stall aufgebaut. «Die Kinder müssen ein wenig improvisieren», lacht Andrea Schnug und schaut den Heiligen Drei Königen hinterher, die in blauem, gelbem und lilafarbenem Gewand über die Bühne ziehen. Balthasar kratzt sich am Kopf: «Meine Krone ist etwas klein», stöhnt die zehnjährige Sabrina Stegmann. Und Kaspar alias Alessia Spagnolo ruft: «Mein Kittel ist zu lang. Nach dem Kniefall komme ich nicht mehr hoch.

» Der Elfjährigen ist es angesichts der bevorstehenden Aufführung etwas mulmig: «Ich habe Angst, dass ich meinen Text vergesse.»

Maria-Darstellerin Annika Hömke zeigt sich dagegen sehr gelassen: «Nervös? Nö!» Sie zieht ihr blaues Kopftuch etwas tiefer ins Gesicht und stellt sich in Position. Barbara Arbter hebt die Hände und alle 15 rufen im Chor: «Seht, die Kerzen leuchten weit. So beginnt die Weihnachtszeit!» (evh)

Aufführung Der Gottesdienst, in dem das Krippenspiel aufgeführt wird, beginnt an Heiligabend um 16.30 Uhr in Christi Auferstehung.

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