Feinarbeit
Renovierte Hauptorgel der Kemptener Basilika wird intoniert

Gerhard Lenter (rechts) gibt seinem Sohn Andreas eine Orgelpfeife an.
  • Gerhard Lenter (rechts) gibt seinem Sohn Andreas eine Orgelpfeife an.
  • Foto: Sabine Verspohl-Nitsche/pdke
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Nachdem die Hauptorgel der Kemptener Basilika St. Lorenz im Februar 2018 für die Sanierung abgebaut wurde, sind die Orgelbauer Gerhard Lenter und sein Sohn Andreas aktuell mit der Intonierung der renovierten Orgel beschäftigt. Die Experten hatten Ende letzten Jahres wichtige Bestandteile wieder eingebaut und kümmern sich nun um die Feinarbeit, heißt es in einer Pressemitteilung des Bistums Augsburg. Demnach werde nun jede einzelne der rund 4.800 Orgelpfeifen klanglich gestaltet. "Für ein Register benötigen wir einen Tag", erklärt Andreas Lenter. Schwerstarbeit leisteten die Experten beim Auf- und Abbau der Hauptorgel auf der Westampore, denn die größte der insgesamt 4.800 Orgelpfeifen wiegt 150 Kilogramm.

Alle drei Orgeln sollen nach der Renovierung zusammengefasst und reorganisiert werden. Ziel sei es zudem, ein einheitliches Konzept der immer wieder ergänzten Instrumente zu erstellen. Durch die Arbeiten werde eine Steigerung der musikalischen Qualität und Breite erzielt, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Kosten der drei Basilikaorgeln betragen insgesamt 1,26 Millionen Euro – der Anteil für die Hauptorgel beträgt rund 500.000 Euro.

Das Pfeifenwerk wurde bei der Renovierung rekonstruiert und in den Originalzustand aus dem Jahr 1865 zurückversetzt. "70 bis 80 Prozent des Pfeifenmaterials war noch vorhanden. Wir sind sehr froh, dass nicht alles weggeworfen worden ist", berichtet Gerhard Lenter. Während der Restaurierung haben die Experten 4.000 neue Membranen eingebaut. Der neue Teil des Instruments soll nun bei der Intonierung der alten Orgel untergeordnet werden.

Bei der Renovierung wurden außerdem bereits die großen Bälge der Orgel ersetzt und für eine bessere Wartung anders platziert. Abschließend soll auch der Spieltisch restauriert werden. "Der steht noch in der Werkstatt", so der Orgelbauer.

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