Westallgäu
Reithalle zum dritten Mal überschwemmt

Wieder Hochwasser im Westallgäu: Rund 100 Feuerwehrler waren in der Nacht von Montag auf Dienstag im Einsatz. Der Starkregen hatte vielerorts für Überschwemmungen gesorgt. Hausbach steigt gefährlich an

Die Weilerer Feuerwehr wurde Montag um 23.30 Uhr nach Eyenbach gerufen. Dort drangen die Wassermassen, die vom Eyenbach und der Hanglage kamen, in die Reithalle ein. Zehn bis 20 Zentimeter hoch stand das Wasser. Um noch größeren Schaden zu vermeiden, legten die Wehrler Sandsäcke aus. Mit Fahrzeugen des Bauhofes fuhr die Feuerwehr die Sandsäcke nach Eyenbach. Mit einer aufgebauten Sperre leiteten die Helfer außerdem den Wasserstrom um und setzten Pumpen ein. «Das ist heuer schon das dritte Mal, dass wir hier Hochwasser haben», berichteten die Besitzer der Reitanlage.

Ein weiteres Gebäude in Eyenbach wurde ebenfalls mit Sandsäcken abgesichert. Ebenso zwei Häuser in Hellers bei Bremenried. Zwischenzeitlich drohte auch der Hausbach wieder über die Ufer zu treten. «Oberhalb des Sägewerkes Vögele bei der Geschiebesperre ist der Wasserstand bereits auf über bedrohliche drei Meter angestiegen», meldete Kommandant Roland Schlechta. Vorsorglich wurden um das Kornhaus Sandsäcke ausgelegt und weitere bereit gestellt, sowie der Hausbach ständig kontrolliert.

Ein Bagger stand in Bereitschaft um etwaiges Treibgut sofort aus dem Bach holen zu können. Da die Regenfälle nachließen, war der Einsatz des Baggers jedoch nicht notwendig.

Die Simmerberger Feuerwehr musste nach Mitternacht zur Hochwasserbekämpfung ausrücken. Die Straße von Nagelshub nach Balzhofen stand unter Wasser. Hier sorgten die Wehler für einen Abfluss des Wassers und leiteten es mit einer Sperre um. In Scheffau drang Hangwasser, in einen Bauernhof «An der Halde» ein. Mit Pumpen beseitigte die Ortswehr das eingedrungene Wasser.

Keller ausgepumpt

Im Röthenbach wurde die Wehr nach Happareute gerufen. Dort musste die Wehr in zwei Häusern die Kellerräume auspumpen. Für die Heimenkircher Wehr gab es in Dreiheiligen Hochwassereinsätze, auch dort waren Keller überflutet worden.

«Bei den Einsätzen hat sich wieder gezeigt, wie wichtig Sandsäcke zur Bekämpfung von Hochwassern sind, deshalb ist es notwendig eine Sandsackabfüllmaschine auf Landkreisebene zu beschaffen», sagte Kreisbrandrat Friedhold Schneider. Die Kosten für eine solche Maschine liegen bei rund 13000 Euro, erklärte Schneider. (kr)

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