Rein pflanzliche Überreste

Füssen | dm | Am heutigen Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Um diese Etappe im katholischen Kirchenjahr symbolisch zu beginnen, lassen sich Gläubige vom Pfarrer ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen. Woher kommt diese Asche?

Diese 'Überreste' sind rein pflanzlicher Natur. 'Der Mesner sammelt am Palmsonntag die gesegneten Palmzweige ein und trocknet sie bis kurz vor Aschermittwoch', erklärt Bruno Ehrentreich, Mesner der Füssener St. Mang-Kirche. Die getrockneten Zweige werden dann verbrannt. 'Dazu gibt es keine besondere Liturgie. Der Akt an sich ist recht profan', sagt der Spezialist und schmunzelt. Anschließend wird die Asche gesiebt. Fertig!

Zwei verschiedene Segenssprüche stehen zur Auswahl. 'Bekehrt euch und glaubt ans Evangelium' und 'Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurück kehrst'. Der letztere sei zwar länger, werde aber häufiger verwendet, sagt Ehrentreich. So auch in Füssen.

Die Anzahl der Gottesdienstbesucher am Aschermittwoch geht allerdings zurück. Laut Bruno Ehrentreich kommen immer weniger Leute in die Kirche, um sich ein Aschenkreuz abzuholen, seit es in Bayern die Faschingsferien gibt. Waren früher die Schulen noch mit allen Schülern in den Gottesdienst gekommen, sind heute die meisten Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern im Skiurlaub. 'Schade. Das ist keine günstige Entwicklung', bedauert Ehrentreich.

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