Obsternte
Reichhaltige Obsternte dank günstigem Wetter

Bei einem Blick in heimische Gärten stechen einem derzeit oft zwei Dinge in die Augen: übervoll behangene Obstbäume und die strahlenden Besitzer derselbigen. Die Natur hat es heuer offenbar besonders gut mit den Gärtnern gemeint und ihnen eine reiche Ernte beschert. Verantwortlich für die vielen Äpfel, Birnen und Co. waren laut Experten mehrere Faktoren - zum Beispiel die warmen Temperaturen im Frühjahr, die die Bäume hervorragend blühen ließen.

Nach den Worten von Heidemarie Dietrich, Geschäftsführerin des Unterallgäuer Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege, haben die Obstbäume aber auch im Frühjahr 2010 << schön geblüht >>. Allerdings seien dann Frost und recht viel Regen gekommen, sodass die Bienen ihre Arbeit, also das Bestäuben der Blüten, nicht besonders gut erledigen konnten. Daher sei die Obsternte 2010 eher mager ausgefallen. Anders in diesem Jahr. << Heuer kam der Frost später und es regnete auch nicht so viel in der Blütezeit >>, sagt Dietrich.

Viele Äpfel, aber keine Kirschen

Darüber hinaus seien die meisten Obstbäume in diesem Jahr von Schädlingen und Krankheiten wohl weitestgehend verschont geblieben. << Feuerbrand beispielsweise habe ich in unserer Gegend nicht entdeckt >>, berichtet Dietrich, die in Zell lebt. Dagegen habe aber die Kirschfruchtfliege - deren Maden sich in den Früchten entwickeln - dafür gesorgt, dass die 62-Jährige diesmal keine einzige Kirsche in ihrem Garten ernten kann.

Dafür darf sie sich über sehr viele Äpfel, Birnen und Zwetschgen freuen. Gleichzeitig gibt die Hobbygärtnerin aber zu bedenken, dass die Qualität der Früchte an einem übervollen Baum in der Regel nicht die Beste sei. Sie empfiehlt daher, kleinere Äpfel oder Birnen in der Nähe von schon etwas größeren rechtzeitig zu entfernen. Auf diese Weise könnten sich die verbliebenen Früchte besser entwickeln.

Auch das regelmäßige Beschneiden der Bäume sei wichtig für eine gute Ernte, da das Obst erst durch den richtigen Schnitt genügend Licht bekomme. Beim wem dennoch nur wenig auf den Bäumen wächst, sollte laut Dietrich einmal eine Bodenprobe durchführen lassen. << Dabei wird festgestellt, von was zu viel und von was zu wenig im Boden ist >>, sagt die 62-Jährige. Wer einen solchen Test machen lassen möchte, könne sich jederzeit an einen Gartenbauverein wenden.

Dagegen stellt sich für Gartenbesitzer mit guten Böden derzeit die Frage, was man mit dem vielen Obst machen soll. Neben dem Weg zur nächsten Saftpresse empfiehlt Dietrich die Verarbeitung zu Marmelade, Gelee und Kompott. Zwetschgen und Beeren würden sich zudem hervorragend zum Einfrieren eignen. Vor allem Äpfel und Birnen könnten auch längere Zeit eingelagert werden.

<< Meine Brettacher-Äpfel etwa halten im Keller leicht bis Mai >>, betont die Geschäftsführerin des Gartenbauverbands.

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