Marktoberdorf
Regisseur bietet der Stadt Historienspiel an

Als Kurfürst war er einer der mächtigsten Männer im Staat - bis die Französische Revolution und Napoleon kamen und der Kirche einiges dieser Macht nahmen. Kurfürst Clemens Wenzeslaus verlor sein Kurfürstentum Trier, dann Augsburg. In seinen letzten Lebensjahren zog er sich immer öfter in seinen Landsitz Marktoberdorf zurück, den er auch davor schon in den Sommermonaten immer wieder einmal mit großem Hofstab bezog. Hier ist er auch begraben. Er starb 1812.

Zu seinem 200. Todestag will Marktoberdorf 2012 Clemens Wenzeslaus gedenken. Das Konzept für ein Historienspiel um den Kurfürsten bot jetzt der aus Marktoberdorf stammende Autor, Regisseur und Bühnenbildner Herrmann Rueth der Stadt an. Verschiedene Gremien werden darüber beraten, bevor eine Entscheidung fällt, sagt Bürgermeister Werner Himmer.

Die «Oberdorfer Jahre» des Fürstbischofs, insbesondere die Zeit der Unruhen 1796/1797, so Rueth, böten reichlich Stoff für ein Historienspiel. Die Französische Revolution und die Ideen der Aufklärung haben Europa radikal verändert. Die Auswirkungen waren auch im Allgäu und bei Clemens Wenzeslaus, dem Sohn des Königs von Polen und Sachsen, zu spüren. (sg)

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