Landwirtschaft
Regionale Konzepte gegen Monopol der Energieriesen

Hohe Energiepreise belasten natürlich auch landwirtschaftliche Betriebe. Andererseits nimmt die Zahl der Energiewirte zu, die aus Biomasse und Fotovoltaik-Anlagen Strom oder Kraft- und Brennstoffe erzeugen. In diesem Zusammenhang war Norbert Binger (Leitung Landenergie) eingeladen, um im Rahmen der Jahresversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsrings Oberallgäu die Entwicklung des Energiemarkts zu erläutern.

Natürlich habe auch er, so Binger vor 300 Zuhörern im Sulzberger Hirsch-Saal, sich die Folgen der Strommarkt-Liberalisierung im Jahr 1999 anders vorgestellt: Der Strom sei danach um 80 Prozent teurer geworden.

Wobei auch der Staat kräftig zulange. Zuletzt durch die Netzentgeltbefreiung für 4000 energieintensive Industrieunternehmen – der Zahlungsausfall sei ab Anfang des Jahres auf Kleinbetriebe und Endverbraucher umgelegt worden. Überhaupt würden Netzentgelt, Abgaben, Umlagen, Stromsteuern und die zuletzt drauf gelegte Mehrwertsteuer den Strompreis maßgeblich gestalten.

Im Klartext: Von den durchschnittlich 24 Cent pro Kilowattstunde würden zurzeit gerade mal sechs Cent auf den Großhandelseinkauf des Grundlaststromes entfallen.

Gewaltige Kosten

Die 'Monopolstellung' der vier Energieriesen in Deutschland trage nicht zur Entspannung der Situation bei, sagte Binger. Unterm Strich seien die Kosten der Energiewende 'gewaltig', nichts tun wäre nach den Worten des Redners allerdings noch teurer geworden.

Binger setzt auf regionale Energiekonzepte mit kurzen Transportwegen und entsprechender Einbindung der Landwirte: 'Energieerzeugung findet fast ausschließlich im ländlichen Raum statt.'

Es würde sich für Landwirte lohnen, mal mit einem Energieberater den Betrieb zu begehen und auf effizienten Stromverbrauch hinzuarbeiten. Natürlich müsse man so weit wie möglich den günstigeren Nachtstromtarif nutzen. Bei alten, 'Strom fressenden Maschinen' sei eine Neu- anschaffung zu überlegen.

Günstigere Stromanbieter könnten übers Internet abgefragt werden.

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