Politik
Reaktionen auf Ernennung von Thomas Kreuzer zum Leiter der Staatskanzlei

Ganz überraschend kam die Ernennung zum Staatsminister in der Staatskanzlei für Thomas Kreuzer nicht. Der CSU-Landtagsabgeordnete aus Kempten war schon bei der letzten Kabinettsumbildung im Gespräch.

Dass er jetzt vom Kultusstaatssekretär zum Staatskanzleileiter aufsteigt, freut den 52-Jährigen natürlich sehr. Und in Kempten ist bei vielen die Freude groß, nach dem Landtagsabgeordneten Paul Strenkert (von 1962 bis 1964 Arbeits- und Sozialminister im Freistaat) und dem langjährigen Bundeslandwirtschaftsminister Ignaz Kiechle wieder einen Minister zu haben.

Einen Karrieresprung machte der Kemptener Thomas Kreuzer bereits bei der letzten Regierungsumbildung. 'Sehr gern', so der Politiker, sei er Kultusstaatssekretär gewesen. Sehr gern sei er auch im Stadtrat. Kommunalpolitik mache ihm Spaß, deshalb werde er dieses Amt auch nicht aufgeben.

Er habe die Aufgabe auch als Staatssekretär mit 5 800 untergeordneten Behörden und 146 000 Mitarbeitern schultern können. Als Staatskanzleileiter kann er sich das auch vorstellen. Weiter aktiv sein will Kreuzer auch im Kreisverband seiner Partei. Schließlich soll der Kontakt zur Basis nicht verloren gehen.

Und in der Partei vor Ort freut man sich natürlich über den Aufstieg des Kreisvorsitzenden. 'Für einen hervorragenden Politiker wie Kreuzer ist das endlich ein verdientes Ergebnis', meint Peter Wagenbrenner vom Kreisvorstand. 'Der letzte Karrieresprung war schon toll, aber das ist super', findet die stellvertretende Kreisvorsitzende, Carina Bauernfeind. Kreuzer sei einer, der sich fürs Allgäu einsetzt.

Das erwartet jetzt OB Dr. Ulrich Netzer vor allem bei den Folgen der Bundeswehrreform. Hier hofft er auf intensive Unterstützung der stark gebeutelten Region. Eine besondere Freude für Netzer aber ist: 'Schön, wieder einen Minister in Kempten zu haben.'

Die neue Position sei sicher eine sehr gute Aufgabe für Kreuzer: 'Aber wir erwarten, dass er weiß, dass er Allgäuer ist'.

'Das Beste heraus holen'

Davon ist Joachim Konrad, CSU-Kreisvorsitzender, überzeugt. Kreuzer werde sicher das Beste für die Region herausholen. Schließlich laufen in der Staatskanzlei alle Fäden zusammen, 'da geht keine Entscheidung an uns vorbei', so Konrad.

Für ihn ist Kreuzer der richtige Mann, schließlich habe er schon als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und bei der Leitung des Landesbank-Untersuchungsausschusses bewiesen, dass er für schwierige Aufgaben gut sei. Die Präsenz im Allgäu sei Kreuzer immer wichtig, daran werde auch die Terminfülle der neuen Position nichts ändern, glaubt Konrad.

Die im April gewählte Vorsitzende der Frauenunion Oberallgäu, Claudia Homanner, kann nach ihrer noch kurzen Amtszeit 'nur Gutes über Kreuzer' sagen. Im Landesbank-Untersuchungsausschuss habe er bewiesen, 'dass er etwas auf dem Kasten hat und sich von der besten Seite gezeigt', findet sie. Deshalb hat sie auch keinerlei Bedenken, dass Kreuzer sein neues Amt ausfüllen könnte.

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