Kempten
«Raum für Impulse im Glauben»

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«Zwick mich, ich glaub ich träum», schmunzelte Pfarrer Martin Weinreich bei der Einweihung des neuen evangelischen Gemeindezentrums der Christuskirche. Bei der Feier am vergangenen Sonntag wurde immer wieder das Miteinander, das die Projektzeit und die Verwirklichung geprägt hatte, unterstrichen. Denn miteinander hatte die Gemeinde mit Unterstützung des Dekanats und der Stadt endlich ihren Wunsch realisiert: Ein neues barrierefreies Zentrum mit großem Gemeindesaal.

«Hosianna» und «Laudate» prägten den Festgottesdienst in der alten, denkmalgeschützten Christuskirche. Da nicht alle Gemeindeglieder Platz fanden, gab es eine Videoübertragung in den neuen Saal. Dorthin zogen die Kirchenbesucher mit Regionalbischof Michael Grabow, Dekan Jörg Dittmar sowie Pfarrer Martin Weinreich und Pfarrer Michael Stritar zur Widmung der neuen Räume um.

Grabow nannte das neue Gebäude in seiner Predigt ein Haus mit Lebens- und Beziehungsräumen. «Man spürt, hier sind offene Türen, sind Menschen willkommen - in Freud und Leid.» Das Gemeindezentrum biete Raum für vielerlei Impulse im und für den Glauben.

«Ich bin glücklich und stolz auf diese Gemeinde, diesen Kirchenvorstand und alle, die mitgeholfen haben», sagte Dekan Dittmar. «Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal und beharrlich im Gebet», zitierte er die Inschrift des Grundsteins am Gemeindehaus und hob das beharrliche Miteinander hervor. Denn die Verhandlungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege seien nicht immer einfach gewesen.

Für die Menschen bauen

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer meinte, Stadt und Kirche hätten gleichermaßen den Auftrag, für die Menschen zu bauen - einerseits an der Rahmung und andererseits am Miteinander. Bürgermeister Herbert Seger sprach für Durach, Oy-Mittelberg und Sulzberg gute Wünsche aus - «für die Menschen vor Ort und für eine gute Zukunft».

Auf das Gottvertrauen hob Verena Stulz vom Bauverein ab. Doris Riedl vom Kirchenvorstand ließ noch einmal die einzelnen Stationen des Werdegangs Revue passieren.

«Ihr Neubau war eines meiner schönsten Bauvorhaben und das hat mit den Menschen in Ihrer Gemeinde zu tun», sagte Architekt Matthias Weber. Zudem übergab er eine Gesamtspende aller am Bau beteiligten Firmen in Höhe von 6650 Euro.

Übrigens: Zum Schuldenabbau hat sich die Christuskirche einiges einfallen lassen. So gibt es am 23. Januar um 20 Uhr ein literarisches 3-Gänge-Menü unter dem Motto «Mutanfall». Offen bleibt die Sportwette von Pfarrer Weinreich. An die traute sich Netzer beim Festakt nicht wirklich ran.

Weinreich hatte einen gemeinsamen Lauf beim nächsten Halbmarathon vorgeschlagen: «Wenn Sie Ihre Bestzeit unterbieten, unterstütze ich Sie beim Bolzplatz, ansonsten unterstützen Sie uns beim Gemeindezentrum.» Doch der OB winkte lachend ab.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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