Marktoberdorf
Raum fand Kunst

Rund 1200 Besucher sahen sich die Ausstellung «von hier aus» im Marktoberdorfer Künstlerhaus an. Angesichts der eher dezentralen Lage des Hauses und der ungewöhnlichen Konzeption der Ausstellung eine zufriedenstellende Zahl, wie Annette Scholl als Leiterin des Künstlerhauses meint. Zwischen stark auseinandergehenden Erwartungshaltungen habe hier der Kunstverein Marktoberdorf in Kooperation mit der Kunst- und Kulturstiftung Dr. Geiger Haus mutig und selbstbewusst Denk- und Handlungsräume ermöglicht.

Als Künstler arbeiteten Christoph Brech, Karen Irmer, Markus Julian Mayer, Gregor Passens und Alexander Steig mit dem und für das Haus. Diese orts- und raumbezogene Kunst hat laut Scholl für Interesse bei einem eher jüngeren Kunstpublikum über die Grenzen von Marktoberdorf hinaus gesorgt. «Viele Besucher kamen überhaupt erstmals nach Marktoberdorf, teilweise auch von weiter her: Nürnberg, Würzburg, München. Dies ist als ein Erfolg zu bewerten.» Erlebbar sollte gemacht werden, welche Dynamik sich durch die Architektur und den gegebenen Raum bzw. Ort auch auf künstlerischer Ebene entwickeln kann.

Dieses Verfahren, die Künstler in jedem Fall immer auch mit dem hier Gegebenen («von hier aus») arbeiten zu lassen, soll sich, so Scholl, als Art «Markenzeichen» für das Künstlerhaus etablieren.

Projekt Kunstvermittlung

Die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst schärfe die Sinne, meint die Kuratorin weiter. Das sei eindrucksvoll auch bei der Präsentation der Arbeiten zu sehen gewesen, die im Rahmen des Kunstvermittlungsprojektes (Projektleitung Karin Bergdolt) entstanden sind. Rund 200 Kinder und Jugendliche waren daran beteiligt. «Mit erstaunlicher Tiefe und Intensität wurde zunächst im Haus, dann in einem für das Projekt eigens hergerichteten Raum in der Salzstraße gearbeitet.

» Auch zukünftig soll über den Weg der Kunstvermittlung als einem künstlerischen Prozess die Ausstellungstätigkeit begleitet werden. Eine Podiumsdiskussion mit Norbert Joa als Moderator (BR2), ein Jazzkonzert mit der Berliner Band «flexkögl» aus der Reihe TonArt, Führungen und das umfangreiche Kunstvermittlungsprojekt konnten die Ausstellung abrunden.

Neben dem Kunstverein Marktoberdorf, der einen großen Anteil an der Finanzierung hatte, unterstützten weitere Förderer diese neunwöchige Ausstellung. Die Installationen werden in den kommenden Tagen abgebaut. Es wird Platz geschaffen für das nächste Ausstellungsereignis unter dem Titel «myponyplay».

Die umfangreiche Werkschau mit Malerei, Fotografie, Installation sowie performativer Inszenierung mit Pferden und Pferdemädchen der in Kammlach lebenden und arbeitenden Künstlerin Alexandra Vogt wird am 3. April um 19 Uhr durch Dr. Rudolf Sagmeister, Hauptkurator am Kunsthaus Bregenz eröffnet.

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