Marktoberdorf / Ostallgäu
Rauchverbote bleiben streng

Das Ergebnis liegt im bayernweiten Trend und ist eindeutig: 60,4 Prozent der Wahlberechtigten im Ostallgäu votierten gestern für die strengere Version des Gesetzes zum Nichtraucherschutz, den eine Initiative 2009 über ein Volksbegehren propagierte. Allerdings gingen nur 37,8 Prozent der Bürger zur Abstimmung. In der Stadt Marktoberdorf lag die Wahlbeteiligung bei 36,6 Prozent, die Zustimmung bei 62,8 Prozent.

Der verschärfte Gesetzentwurf, mit dem das Rauchen in Nebenzimmern, Einraumkneipen und Bierzelten verboten wird, war von einer Bürgerinititaive eingebracht worden, nachdem die Staatsregierung ihr eigenes Nichtraucherschutzgesetz verwässert hatte. Nur in drei Ostallgäuer Gemeinden bekam der Gesetzentwurf der Initiative keine Mehrheit: in Eisenberg (53,1 Prozent), Untrasried (53,0 Prozent) und Kaltental (54,4 Prozent). Auf eine besonders hohe oder niedrige Wahlbeteiligung lässt sich das aber nicht zurückführen. Eine kuriose Situation gibt es in Rieden. Mit jeweils 210 Stimmen liegen Gegner und Befürworter exakt gleichauf.

Die Unterstützung für den verschärften Nichtraucherschutz war in Stötten mit 68,0 Prozent Ja-Stimmen am größten, auf Rang zwei bei der Zustimmung liegt Lengenwang (66,5 Prozent), gefolgt von Roßhaupten (66,1 Prozent). Auch hier lässt sich kein Zusammenhang mit der Wahlbeteiligung erkennen. Thomas Götze, stellvertretender Vorsitzende des Gaststättenverbandes im Ostallgäu und Gastronom in Kaufbeuren, hatte fest mit einer Ablehnung des Volksbegehrens gerechnet. «Das Ergebnis ist wirklich schade. Es kann gut sein, dass das nicht alle verkraften können», bedauert er vor allem Wirte so genannter Einraumkneipen.

Erleichterung dagegen bei Claudia Goßner: Als Vorstandsmitglied des Kreisverbandes der ÖDP gehörte sie zu den Initiatoren des Volksbegehrens. «Ich freue mich, dass die Bürger für einen klar geregelten und konsequenten Nichtraucherschutz gestimmt haben.»

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