Stiefenhofen
Rasante Fahrten durch dichten Flockenwirbel

Andreas Rasch vom Hornerclub (HC) Stiefenhofen sollte mit seiner Prognose, wer beim Nachtrennen am Panoramalift in Hopfen auf dem Stockerl stehen wird, richtig liegen. «Das wird wieder eine klare Sache für die Österreicher. Die haben ihre Pisten praktisch vor der Haustür und sind deutlich risikobereiter als alle anderen. Das sind richtige Haudegen», begeisterte sich der Chef der Stiefenhofener Hornerer für die Konkurrenz aus Vorarlberg.

60 Horner am Start

Knapp 60 Horner waren am Start und hatten während der beiden Wertungsläufe mit anhaltenden Wetterkapriolen zu kämpfen. Aus leichtem Regen wurden dicke Flocken, dann klarte es kurz auf, ehe dichter Nebel den oberen Streckenteil einhüllte.

«Die ersten werden die Loser sein, denn die räumen für die höheren Startnummern die Piste frei», orakelte Andreas Rasch vor dem Start. Eine Prognose, die Josef Kohler und Willi Bernhard vom HC Au aber unbeeindruckt ließ. «Wir haben daheim ungefähr drei Stunden lang vorgewachst - mia san g´richt», so die beiden, die als einer der ersten Herrenschlitten auf die Piste gehen mussten.

Auch die Stiefenhofener Hornerer Anja Jakob und Melanie Lipp ließen sich durch den dichten Flockenwirbel nicht aus der Ruhe bringen: «Wir fahren jetzt einfach runter. Jetzt kannst eh nichts mehr machen.»

Vor dem zweiten Durchgang war dann noch Nachwachsen angesagt, um sich auf die mittlerweile glattere Piste einzustellen. Bei rund zwei Sekunden schnelleren Laufzeiten als im ersten Rennen bekamen die nach Angaben des Veranstalters etwa 250 Zuschauer noch spektakulärere Fahrten zu sehen.

Beste Westallgäuer auf Platz 12

Nach zwei Wertungsläufen mit riskanten Kurvenfahrten, schnellen Schussstücken und auch einigen Stürzen hatten auf der 500 Meter langen Strecke drei Teams des HC Au (Vorarlberg) die Nase vorne (siehe Ergebnisliste). Beste Westallgäuer waren am Samstagabend Tobias Baur und Hans-Jörg Bentele vom HC Stiefenhofen auf Platz 12 mit gut sieben Sekunden Rückstand auf die Führenden.

Und dass am Schluss die ersten elf Plätze allesamt nach Vorarlberg gingen, wunderte im weiten Feld der Hornerpiloten keinen. Die «Haudegen» haben halt wieder einmal zugeschlagen.

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