Oberreute
Räume für «Hausbach-Piraten»

An der Wand hängen gezeichnete bunte Fische mit den Namen der Kinder, ein Zimmer weiter haben sie sich mit braunen Handabdrücken an der Wand verewigt. In einer Gemeindewohnung hat die Oberreuter Mittagsbetreuung eine vorübergehende Bleibe gefunden. Einen Namen für die Gruppe haben die Buben und Mädchen auch schon: «Hausbach-Piraten» nennen sie sich.

Eine Heimat bekommen soll die Mittagsbetreuung in dem Neubau der Schulturnhalle. Weil sich deren Baubeginn aber ins nächste Jahr verschoben hat, musste eine Übergangslösung her. Immerhin hatten die Eltern bei einer Umfrage der Gemeinde Betreuungsbedarf für 20 Kinder angemeldet. Es mussten also andere Räume gefunden werden.

Das Generationenhaus ist zu weit vom Zentrum entfernt, der Trachtenstadl wäre zwar in der Nähe der Schule, hat aber nur einen großen Raum. Die Lösung fand Bürgermeister Gerhard Olexiuk in einer leerstehenden Wohnung im Nachbarhaus des Rathauses. Sie gehört der Gemeinde. Der Bauhof hat sie hergerichtet. Zudem haben die Kinder während der Ferienbetreuung beim Malen und Streichen geholfen.

Unterstützung kam auch von Bürgern: Das Oberreuter Unternehmen «Ruck Zuck» spendete Bodenbeläge und baute sie auch kostenfrei ein, ein Bürger schenkte eine Eckbank.

Spielzimmer und Werkraum

Die Wohnung hat alles, «was für eine Mittagsbetreuung benötigt wird», wie es Olexiuk formuliert. Eine Küche, ein Zimmer, in denen Hausaufgaben gemacht werden können, ein Spielzimmer und eine Art «Werkraum» gehören dazu.

Dort werden die Kinder von Montag bis Freitag betreut; donnerstags bis 17 Uhr, freitags bis 13.30 Uhr, an den anderen Tagen bis 14 Uhr. Bei einem Elternsprechtag kommende Woche können sich die Eltern die Räume ansehen und Zeiten für ihre Buben und Mädchen buchen. Die Gemeinde zeigt sich dabei flexibel: Sollte es entsprechenden Bedarf geben, könne die Betreuungszeit auch ausgebaut werden, sagt der Bürgermeister.

67 Buben und Mädchen besuchen heuer die Oberreuter Grundschule, berichtet Schulleiter Manfred Heißenstein. Acht bis zehn Kinder kommen derzeit regelmäßig in die Mittagsbetreuung. Dort kümmert sich Verena Martinez Moron um sie. Sie ist als Pflegerin im Kindergarten beschäftigt und wechselt mittags über die Straße zur Mittagsbetreuung.

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