Räumarme Zeiten für den Winterdienst

Oberallgäu l bil/sir l Wenn etwas nicht einmal im Durchschnitt liegt, sondern darunter, ist das oft ein Grund zum Jammern. Beim Winterdienst verhält sich das aber genau anders herum. Ist der Winter schneearm, freuen sich die Verantwortlichen über geringe Kosten. Und auch, wenn beim Blick aus dem Fenster wieder alles weiß ist: Dieser Winter hinterlässt bei den Verantwortlichen für den Räumdienst zufriedene Gesichter - vorausgesetzt, der März wird nicht noch ganz zum Schneemonat.

In Zahlen ausgedrückt: Der Landkreis Oberallgäu hat im laufenden Haushaltsjahr laut Pressesprecher Andreas Kaenders 818 000 Euro für den Räum- und Streudienst auf den Kreisstraßen eingeplant. Im Winter 2007/2008 wurden laut Kaenders bisher aber nur 205 000 Euro an Kosten produziert. Die vorherige Schneesaison kostete den Kreis 450 000 Euro. Laut Landratsamts-Sprecher Kaenders hatte man damals allerdings besonders viel Salz gekauft und eingelagert. Im tief verschneiten Winter 2005/2006 hatte der Landkreis noch stolze 1,18 Millionen Euro ausgegeben, damit Autofahrer so sicher wie möglich vorwärtskamen.

Apropos Salz: In diesem Winter wurden auf den Bundes- und Staatsstraßen im Kreisgebiet nach Angaben von Josef Merk, Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamts in Kempten, ungefähr 3500 Tonnen Salz verbraucht. Das entspricht rechnerisch der Menge von sieben Millionen handelsüblichen Kochsalz-Päckchen - ein Drittel so viel wie im Mega-Winter 2005/2006.

Auch die Oberallgäuer Kommunen freuen sich in diesem Jahr über niedrige Kosten. 'Von den Ausgaben her ist der Winterdienst wirklich gut verlaufen', sagt beispielsweise Altusrieds Marktbaumeister Günter Lichtblau. Bisher seien die Räumfahrzeuge 800 Stunden unterwegs gewesen auf den insgesamt 140 Kilometer Gemeindeverbindungs- und 40 Kilometer Ortsstraßen. Kosten von 105 000 Euro sind dafür bis dato angefallen. Das ist zwar wesentlich mehr als im milden vergangenen Winter (85 000 Euro), aber wesentlich weniger als im strengen Winter 2005/2006 (277 000 Euro).

Diesen Trend kann auch Thomas Fischer vom Bauamt in Dietmannsried bestätigen. Bis jetzt seien 202 Tonnen auf den 117 Kilometer Gemeindestraßen verbraucht worden. Zum Vergleich: Im letzten Winter waren es nur 160 Tonnen, den Winter davor aber insgesamt 415 Tonnen.

Wenig geräumt, aber viel gestreut. So fällt in Kürze das Fazit für Weitnau aus. Bisher seien auf die 66 Kilometer Gemeinde- und Ortsverbindungsstraßen 278 Tonnen Salz gestreut worden, wesentlich mehr als im Vorjahr (190 Tonnen). In den hoch gelegenen Ortsteilen, so Alexandra Baur von der Gemeindeverwaltung, müsse wegen überfrorener Nässe regelmäßig gestreut werden, - 'meist sogar bis Mitte April'.

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