Radfahrverein hat echt Schwein

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Bad Oberdorf | vk | Echt Schwein gehabt, konnte Stefan Mayer als oberster Radler von Bad Oberdorf am Ende des Festabends sagen. Denn der örtliche Radfahrverein erhielt zum 100. Geburtstag von der Feuerwehr eine veritable Festsau. Dem Vorsitzenden stand die Freude ins Gesicht geschrieben, auch wenn das im Holzverschlag überreichte Geschenk ein etwas strenges Parfüm verströmte. Die Zötler-Brauerei spendiert für den Geburtstagsschmaus - vermutlich im Herbst - ein Fass Bier und sehr zur Erleichterung des Jubelvereins kein Radler.

Überhaupt steht das Rad für die knapp 900 Mitglieder nicht unbedingt im Mittelpunkt der Vereinsarbeit. Immerhin schmückten drei ausgewachsene und offensichtlich altgediente Drahtesel als Höhendekoration das Festzelt am Gruebplätzle. Die Bad Oberdorfer Radlfreunde verstehen sich erklärtermaßen als Geselligkeitsverein, der aber sportlichen Betätigungen nicht abgeneigt ist. So gehören ein Rodel- und Hornerrennen und das 1985 eingeführte Frühjahrsradeln zu den Höhepunkten im Jahr. Fußballer und Schützen ergänzen das Sportprogramm.

Bürgermeister tritt bei

Neubürgermeister Adi Martin, der noch am gleichen Abend unter großem Beifall die Beitrittserklärung unterschrieb, bezeichnete den Radfahrverein denn auch als eine 'unverzichtbare Einrichtung'. Mit Blick auf die erstaunliche Mitgliederzahl meinte er: 'Solche starken Vereine brauchen wir!' Als Geschenk zog er ein Geldsäckle aus der Tasche, deren Inhalt sich 'am Jubiläum orientiert'. Einen Teil davon solle der Verein für das Helferfest abzwacken. Immerhin haben an den drei Festtagen 120 Oberdorfer eifrig in die Hände gespuckt.

Einen Sonderapplaus erhielt Ehrenvorstand Toni Holzheu, den Stefan Mayer als 'Mr. Radfahrverein' ankündigte. Holzheu ist es in seiner 31-jährigen Vorstandschaft gelungen, die Mitgliederzahl von 200 auf über 800 zu erhöhen. Der Ehrenradler bedankte sich mit lustigen G’schichtle aus der Vereinschronik, in denen ein vom Wochenmarkt 'zugeparktes' Auto und eine fragwürdige 'Touristenwurst' eine Rolle spielten.

Bevor dann am späteren Abend die 'Breitenberg Buebe' bis in den frühen Morgen die Radler-Wadln rhythmisch aufzucken ließen, erfreuten die vereinseigenen Ensembles um Albert Schmid, Marcus und Christian Waibel sowie die Bläsergruppe die gut gelaunten Geburtstagsgäste. Für die letzten 'Festzelter' gab es dann nur noch eine Mütze voll Schlaf, denn am Sonntag startete um 9 Uhr der Festgottesdienst, gefolgt von einem musikalischen Frühschoppen.

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