Quote steigt auf 4,0 Prozent

Lindau/Westallgäu | ee | Die Arbeitslosigkeit im Kreis Lindau ist nach dem Jahreswechsel weiter gestiegen: Mittlerweile liegt sie mit 1541 Betroffenen bei 4,0 Prozent. Das gibt dem Lindauer Agenturleiter Albert Thumbeck zu denken - wie auch Entlassungen quer durch alle Branchen. Hinzu kommt: Neue Stellen gibt es fast nur für Qualifizierte.

Trösten kann sich Thumbeck mit einem Blick auf die Vergleiche der Monatsbilanz: Vor einem Jahr hat die Arbeitslosenquote im Kreis Lindau immerhin bei 4,7 Prozent gelegen, 1884 Frauen und Männer sind zwischen Maierhöfen und Nonnenhorn betroffen gewesen.

So gesehen hat sich der Wirtschaftsaufschwung im Landkreis Lindau durchaus bemerkbar gemacht. 'Die Wirtschaft braucht Leute, sie holt sich auch neue Mitarbeiter', hat der Agenturleiter beobachtet. Das ergibt auf dem Stellenmarkt eine starke Fluktuation. Immerhin sind den Vermittlern in den vergangenen vier Wochen 206 neue Arbeitsplätze gemeldet worden. Das Problem dabei: Von den insgesamt derzeit 582 offenen Stellen sind ein großer Teil nur für Facharbeiter oder sogar Hochqualifizierte wie Ingenieure. 'Gering qualifizierte Kräfte haben leider keine großen Chancen', bedauert Thumbeck.

Ob das rund um den gesamten Bodensee, also auch in Österreich und der Schweiz so ist, das soll übrigens eine Studie der als 'Eures' rund um den zusammenwirkenden Arbeitsverwaltungen ergeben, schildert der Lindauer Agenturleiter. Für ihn ist klar: 'Das wird die Herausforderung für die nächsten Jahre', weil eben nicht jeder Arbeitnehmer herausragende Qualifikationen vorweise. Eures wolle dabei auch ermitteln, wie überhaupt in den einzelnen Regionen der Begriff 'gering qualifziert' definiert wird.

Schwieriger zu vermitteln sind nach der neuesten Monatsstatistik 67 Schwerbehinderte, 296 Menschen mit ausländischem Pass und 216 ältere Stellensuchende über 55 Jahren.

Was die Arbeitslosenzahlen in nächster Zeit verschlechtern könnte, ist das Auslaufen des Vorruhestandsparagraphen: Bisher konnten Arbeitslose unter gewissen Bedingungen ab 58 Jahren vorzeitig in Rente gehen. Das ist jetzt nicht mehr möglich - aber wenn sie alle Voraussetzungen erfüllen, können sie bis zu zwei Jahren normales Arbeitslosengeld erhalten.

Ansonsten hofft Albert Thumbeck, dass mit dem frühen Saisonbeginn - in diesem Jahr bereits Mitte März - vor allem die Hotels und Gaststätten sehr bald ihre Fach- und Hilfskräfte anfordern und damit die Zahl der Erwerbslosen im Kreis Lindau sinken wird. 'Spätestens Ende März möchte ich wieder eine 3 vor dem Komma sehen', betont Thumbeck.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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