Bad Hindelang
Publikum wählt den besten Nachwuchsmusiker

Längst hat das kleine Festival, «Ein Ort wird Musik» Beachtung auch weit über die Grenzen des Allgäus gewonnen. Vom 12. bis 17. Oktober steht Bad Hindelang nun erneut ganz im Zeichen der Musik. Die Gemeinde präsentiert zusammen mit dem international erfolgreichen Geiger Florian Meierott ein abwechslungsreiches Programm. Stefan Nowicki sprach mit ihm über das Festival.

Herr Meierott, zum fünften Mal wird ein Ort Musik. Was zieht sie immer wieder nach Bad Hindelang?

Florian Meierott: Es ist hier einfach wundervoll. Die Natur ist fantastisch, die Menschen sind großartig. Das Konzept ist einfach schön.

Einer der vielen interessanten Programmpunkte ist das Konzert in der Pfarrkirche Hinterstein. Sie spielen Bach. Wer begleitet sie?

Meierott: Wir haben ein Kammerorchester, das aus jungen Musikern besteht. Mit mir sind wir zu siebt. Mit dabei ist Felipe Senftinger, er ist erst zehn Jahre alt. Er ist ein großes Talent und spielt mit mir das Bach-Doppelkonzert.

Ist es nicht problematisch, ein solches Werk mit Kammerorchester zu spielen?

Meierott: Nein, zu Bachs Zeiten wurde das schon mit weniger Leuten aufgeführt. Es ist ja keine Sinfonie. Das ganze Festival ist eher ein kammermusikalisches Festival.

Zum ersten Mal haben sie heuer einen Nachwuchswettbewerb ausgeschrieben.

Meierott: Ja richtig. Das ist eigentlich der Höhepunkt dieses Jahres. Zehn junge Musiker nehmen daran teil.

Und wie wird der Gewinner ermittelt?

Meierott: Am Samstag werden sich alle mit einem Beitrag vorstellen, dann entscheidet das Publikum. Wer den Zuhörern am besten gefällt, gewinnt.

Der Wettbewerb und auch das Preisgeld von 500 Euro werden von der Florian-Meierott-Stiftung ausgelobt.

Meierott: Ich habe diese Stiftung letztes Jahr ins Leben gerufen. Sie unterstützt musikalische Projekte, Nachwuchsarbeit und junge Talente.

Werden neben den zehn Wettbewerbern auch andere Künstler am Galaabend teilnehmen?

Meierott: Ja, ich bin natürlich dabei, und auch ein paar andere Teilnehmer des Festivals. Zum Beispiel der Mundharmonikastar Rene Giessen. Aber der Schwerpunkt liegt ganz klar auf dem Wettbewerb.

Mit Geige auf der «langsamsten Wanderung der Welt»

Und außerdem steht auch noch «die langsamste Wanderung der Welt» auf dem Programm.

Meierott: Für mich der schönste Programmpunkt. Wir wandern durchs Oytal zu besonderen Orten und ich spiele dazu Geige. Da geht mir immer wieder das Herz auf. Es sind die vielen, kleinen Momente, die einen ganz besonderen Reiz ausmachen. Dieser Tag ist immer ein Fest.

Und bei schlechtem Wetter?

Meierott: Ich spiele bei jedem Wetter. Ich habe eine Geige dabei, der etwas Regen nicht so viel ausmacht.

Was ist allgemein für sie das Besondere an dem Festival?

Meierott: Die Art und Weise, wie wir die Umgebung und die Natur integrieren. Es ist nicht immer so bierernst. Außerdem haben wir auch einige lokale Künstler mit im Programm. Das Konzept wird immer dichter und runder.

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