Asyl
Psychisch kranker Afghane soll aus Kempten abgeschoben werden: Behörden wollen das verhindern

Symbolbild.

Darf ein junger Afghane, der entwicklungsgestört ist und psychische Probleme hat, nach Kabul abgeschoben werden? Der Mann hat einen amtlichen Betreuer, weil er dem Alltag nicht gewachsen ist. Behörden, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), das bayerische Verwaltungsgericht Augsburg und bayerische Innenministerium erkennen die Beeinträchtigungen nicht an. Der Flüchtlingsrat im Freistaat, eine Rechtsanwältin für Asyl und Ausländerrecht, die den Fall bearbeitet, eine Fachärztin sowie Asylhelfer aus Kempten wollen die Ausreise verhindern.

Am Dienstag soll Gulbaddi Sajavi in den Flieger nach Kabul steigen. Es sei denn, das Innenministerium stoppt die Abschiebung – und kommt damit auch der Bitte der evangelischen Landeskirche und von Landtagsvizepräsident Alexander Hold um Abschiebeschutz nach.

Der 25-jährige Sajavi ist laut Betreuerin Marlies Stubenrauch 2015 mit Freunden aus Afghanistan geflohen. Dort hatte er gegen die Taliban gekämpft, sei entführt und gefoltert worden. Die Brandnarben seien heute noch sichtbar, bestätigt eine betreuende Ärztin.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Dienstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 30.07.2019.

Die Allgäuer Zeitung und ihre Heimatzeitungen erhalten Sie

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ