Gericht
Prozess in Kempten: Übungsschießen von Soldaten auf Zypern läuft aus dem Ruder

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Dass Auslandseinsätze nicht mit dem geregelten Soldatenleben in Deutschland vergleichbar sind, hat das Amtsgericht Kempten einem Marine-Offizier zugebilligt. Ungehorsam ist aber auch auf Zypern strafbar – umso mehr, wenn ein Kamerad verletzt und Ausrüstung ruiniert wird. Das Urteil: 7.600 Euro (80 Tagessätze) muss der 30-Jährige zahlen, nachdem eine Schießübung unter seinem Kommando aus dem Ruder gelaufen war. Der Hamburger stand in Kempten vor Gericht, weil dort seit 2012 die zentrale Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Straftaten durch Soldaten im Auslandseinsatz ihren Sitz hat.

Der Vorfall ereignete sich im Dezember 2017 in Limassol auf Zypern. Zu der Zeit sei die Bedrohungslage im Libanon akut gewesen, berichtete der Hamburger am Dienstagmorgen. Infanteristen sollten unter seiner Anleitung darauf vorbereitet werden, den Rückzug von Kräften aus dem nordafrikanischen Land zu sichern.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 29.05.2019.

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