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Projekt: Alle Kurse und Seminare im Allgäu auf einem Internetportal - Vorbild Ostallgäu

Im Ostallgäu gibt es das Angebot bereits, jetzt soll es auf das ganze Allgäu ausgedehnt werden: das Bildungsportal. Vorgestellt wurde es gestern im Marktoberdorfer Modeon. Konkret geht es darum, eine Internetseite einzurichten, über die sich Interessierte allgäuweit über Kurse und Seminare informieren können. Weiterbildungsangebote verschiedenster Einrichtungen (von Volkshochschulen über Handwerkskammern bis hin zum Katholischen Bildungswerk) sollen auf der Internetseite zusammengestellt werden. Geplant ist, sie im Juni freizuschalten, so Stefan Nitschke von der Allgäu GmbH.

Zudem sollen Bildungsberater im ganzen Allgäu (insgesamt sechs Anlaufstellen sind angedacht) Ansprechpartner sein. «Wer zum Beispiel auf der Suche nach beruflicher Fortbildung ist, kann sich an sie wenden», so Nitschke.

Jürgen Wendlinger, der im Ostallgäu bereits als Bildungsberater tätig ist, nennt ein Beispiel: «Ein Industriemechaniker mit Berufserfahrung wollte wissen, ob er an die Berufsober- oder Fachoberschule gehen oder noch den Techniker oder Meister machen soll.» Wendlinger habe den Kontakt zwischen dem Mann und zum Beispiel den Handelskammern hergestellt.

Projektmanager bis Anfang April

Ab März soll das Projekt starten. Daran beteiligt sind neben den vier Landkreisen die drei kreisfreien Städte Memmingen, Kaufbeuren und Kempten. «Bis Anfang April wollen wir auch einen Projektmanager einstellen», so Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH. Der soll das Konzept koordinieren.

Das Rad neu erfinden müssen die Entwickler nicht: Im Februar 2010 startete ein Portal mit dem gleichen Konzept bereits im Ostallgäu. Laut Nitschke soll es fast unverändert auf das ganze Allgäu ausgedehnt werden. «Details werden wir umgestalten oder hinzufügen», so der Projektbetreuer. Die Internetseite soll zum Beispiel ein neues Gesicht bekommen. Außerdem wird eine Karte erstellt, auf der zu sehen ist, wo es welche Angebote gibt. «Und wir wollen auf der Internetseite einen Chat einrichten, über den man sich mit den Bildungsberatern schriftlich austauschen kann», so Nitschke.

Im Landkreis Lindau wurde ein ähnliches Konzept ins Leben gerufen: Bürger können sich in allen Fragen von der Kinder-Frühförderung bis hin zur Erwachsenen- und Seniorenbildung beraten lassen. Dafür gibt es zwei Anlaufstellen in Lindenberg und Lindau. «Eine Datenbank mit Weiterbildungsangeboten ist geplant, bisher aber noch nicht eingerichtet worden», so Tobias Walch vom Landratsamt Lindau. Die könne nun ergänzt werden.

Leader-Mittel sind bewilligt

209000 Euro wird das Projekt insgesamt kosten. Inzwischen sind auch die beantragten 116000 Euro aus dem EU-Förderprogramm Leader sichergestellt: Bei der Info-Veranstaltung übergab Dr. Alois Kling, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten, den Förderbescheid an Klaus Fischer.

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